Wiener Neustadt: Hochtechnologie als Schlüssel zur europäischen Sicherheit

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Pressekonferenz in Wiener Neustadt am 5.12.2025: Mikl-Leitner thematisiert die strategische Rolle der Innovationszentren für Sicherheit und Hochtechnologie in Niederösterreich.

Pressekonferenz in Wiener Neustadt am 5.12.2025: Mikl-Leitner thematisiert die strategische Rolle der Innovationszentren für Sicherheit und Hochtechnologie in Niederösterreich.
Pressekonferenz in Wiener Neustadt am 5.12.2025: Mikl-Leitner thematisiert die strategische Rolle der Innovationszentren für Sicherheit und Hochtechnologie in Niederösterreich.

Wiener Neustadt: Hochtechnologie als Schlüssel zur europäischen Sicherheit

Am 5. Dezember 2025 fand eine bedeutende Pressekonferenz im Innovation Lab der FH Wiener Neustadt statt. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Helmut Miernicki, Geschäftsführer von ecoplus, diskutierten die strategische Rolle des Technopol Wiener Neustadt als Sicherheits- und Hightech-Standort. Mikl-Leitner betonte, dass es für Europa entscheidend sei, sicherheitspolitisch unabhängig zu werden und wies auf die EU-Pläne hin, 800 Milliarden Euro in die Rüstungsindustrie zu investieren. Österreich plant seinerseits, 20 Milliarden Euro für den Verteidigungsbereich bereitzustellen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Erhöhung des ESA-Budgets auf 22 Milliarden Euro, wobei Österreich seinen Anteil um 30% auf 340 Millionen Euro anheben wird. Laut Mikl-Leitner kann Sicherheit als Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und Innovation betrachtet werden, was Wiener Neustadt zu einem bedeutenden Standort macht.

Die historische Bedeutung Wiener Neustadts

Wiener Neustadt hat bereits in der Vergangenheit als Zentrum der Rüstungsindustrie gedient. Während beider Weltkriege war die österreichische Rüstungsindustrie von großer Bedeutung. Im Nibelungenwerk in St. Valentin, das als das größte Panzerwerk im Dritten Reich galt, wurden während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Kriegsgeräte, darunter die Hälfte aller Panzer IV, produziert. Auch die Wiener Neustädter Flugzeugwerke (WNF) trugen entscheidend zur Luftfahrttechnik bei und waren das größte Messerschmitt-Werk mit der Produktion von 8.545 Bf 109-Flugzeugen. Diese historischen Entstehungen haben die Basis für heutige Entwicklungen im Technopol gelegt.

Bürgermeister Schneeberger hob hervor, dass die Symbiose von Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Forschung, Technologie und Wirtschaft in Wiener Neustadt geboten wird. Mit der Fokussierung auf Luft- und Raumfahrt, Materialien, Medizin und sicherheitsrelevante Technologien ist die Stadt gut aufgestellt. Zudem wurde die Bewerbung um das COMET-Zentrum ECOSUM besprochen, dessen Budget auf 24 Millionen Euro festgelegt ist und dessen operativer Start für den 1. Januar 2027 geplant ist.

Technologische Fortschritte und Innovationen

Michael Kitzmantel von RHP-Technology GmbH stellte keramische Hochleistungsmaterialien für den ballistischen Schutz vor, während Chemikerin Marlies Bartel-Schlauf von FOTEC innovative Projekte zu intelligenter ABC-/CBRN-Filtration für Militärfahrzeuge präsentierte. Diese Entwicklungen unterstreichen das Engagement der Technopole in Niederösterreich, welche von ecoplus betreut werden.

Helmut Miernicki betonte in diesem Zusammenhang die starke Entwicklung der Innovationslandschaft und die Verfügbarkeit von Büro- und Laborflächen im TFZ Wiener Neustadt, welches als Motor für Bildung, Forschung und Wirtschaft fungiert. Mit Unternehmen wie Schiebel und Airborne Technologies sowie sicherheitsrelevanten Organisationen wie Cobra und der Flugpolizei wird die Wichtigkeit der Region als Kompetenzzentrum weiterhin gestärkt.

Die Zukunft der Rüstungsindustrie und Innovationen in Wiener Neustadt werden nicht nur durch historische Erfolge, sondern auch durch strategische Investitionen und eine progressive Wirtschaftspolitik geprägt. Dabei ist besonders der Gedanke „Europe First“ im Vergaberecht von Interesse, um lokale Industrien nachhaltig zu fördern.