Die Spannungen zwischen den USA und China haben seit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus im letzten Jahr zugenommen. Beide Länder haben sich gegenseitig mit Zöllen und Handelsbeschränkungen belegt. Diese Konfrontation geht Hand in Hand mit außenpolitischen Konflikten, insbesondere im Taiwan-Konflikt. Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping führten am Mittwoch ein Telefonat, das Trump als „exzellent“ bezeichnete und erklärte, die Beziehungen seien „äußerst gut“.
Der Dialog umfasste zahlreiche wichtige Themen wie Handel, die Situation in Taiwan, den Iran und den Krieg in der Ukraine. Trump äußerte seine Vorfreude auf eine geplante Reise nach China, während Xi Jinping dazu aufrief, „gegenseitigen Respekt“ zu zeigen, um die Beziehungen zwischen den beiden Großmächten zu stärken. Xi betonte die Notwendigkeit, Probleme schrittweise anzugehen und Vertrauen aufzubauen, was in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Spannungen von großer Bedeutung ist.
Der Taiwan-Konflikt im Fokus
Bei ihrem letzten Treffen haben Trump und Xi nicht über Taiwan gesprochen, obwohl das Thema von zentraler Bedeutung ist. Taiwan, das eine demokratisch gewählte Regierung hat, wird von China als Teil der Volksrepublik betrachtet. Die Region hat seit 1949 nie unter Pekings Kontrolle gestanden und wird regelmäßig mit einem gewaltsamen Anschluss bedroht, was durch militärische Manöver und hybride Kriegsführung Chinas untermauert wird. Experten warnen, dass der Druck auf Taiwan durch Chinas aggressives Verhalten weiter zunimmt.
Die USA haben Taiwan Militärausrüstung zur Verfügung gestellt, doch seit Trumps Wiederwahl wurden keine neuen Waffenlieferungen genehmigt. Diese Situation belastet die Beziehung zwischen Washington und Taipeh zusätzlich. Die USA verstehen sich als Garant der Verteidigungsfähigkeit Taiwans, das sich durch seine strategische Lage an der Taiwanstraße, durch die ein erheblicher Teil des globalen Handels verläuft, als entscheidender Akteur in der geopolitischen Arena erweist.
Globale wirtschaftliche Rivalität
Der sino-amerikanische Konflikt ist nicht nur ein geopolitisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Chinas Aufstieg verändert global die Machtverhältnisse und steht im Mittelpunkt der Sorge der USA, ihre internationale Supermachtstellung zu verlieren. China sieht sich als dominante Macht in Asien und betrachtet die amerikanischen Einflüsse als Bedrohung seiner Regimestabilität und territorialen Integrität.
Um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern ist es deutlich konfrontativer geworden. Unter Trump wurden verschiedene protektionistische Maßnahmen eingeführt, die den Handel mit China erheblich beeinflussten, einschließlich Sonderzöllen von 25 % auf etwa die Hälfte der Importe aus China. Diese Maßnahmen führten zu einem Handelsbilanzdefizit der USA mit China von 295 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024.
In der Zwischenzeit haben viele Unternehmen weltweit ihre Lieferketten an die neuen geopolitischen Gegebenheiten angepasst. Es wird erwartet, dass diese Leitlinien zu einer geoökonomischen Fragmentierung der internationalen Handelsströme führen, die in westlich-amerikanische und chinesische Blöcke unterteilt wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beziehungen zwischen den USA und China nicht nur auf militärischer und politischer Ebene angespannt sind, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Implikationen nach sich ziehen. Die Entwicklungen in Taiwan sowie die Entscheidungen beider Länder könnten weitreichende Folgen für die internationale Gemeinschaft haben. Während Trump und Xi weiterhin in Kontakt stehen, bleibt abzuwarten, ob ihre Gespräche zu einer Deeskalation oder neuerlichen Konflikten führen.
Für weitere Informationen zu den geopolitischen und wirtschaftlichen Hintergründen dieser Beziehungen, siehe auch Deutschlandfunk und bpb.