Inmitten der anhaltenden Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt ist die Arbeit von Journalisten mehr denn je gefährdet. In der Ukraine sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 mindestens 142 Medienmitarbeiter getötet worden. Diese Zahlen verdeutlichen die Risiken, denen Journalisten ausgesetzt sind, insbesondere in Kriegsgebieten, wo sie häufig als „vorrangige Ziele“ für feindliche Truppen gelten. Kleine Zeitung berichtet, dass neue Technologien von russischen Streitkräften eingesetzt werden, um Journalisten einzuschüchtern und eine objektive Berichterstattung über Kriegsverbrechen zu verhindern.

Zusätzlich zu den direkten Bedrohungen wird Journalisten geraten, keine „Press“-Kennzeichnungen zu verwenden. Solche Markierungen waren einst eine Möglichkeit, sich als unbewaffnete Zivilisten zu kennzeichnen, haben jedoch in der aktuellen Kriegsberichterstattung ihre Bedeutung verloren. Heute gelten sie oft als Trigger für Angriffe. Das ukrainische Kulturministerium hat ebenfalls weltweit auf die Tötung von Künstlern hingewiesen, wobei seit Kriegsbeginn 205 Kreative getötet wurden.

Globale Perspektive auf die Bedrohung von Journalisten

Im Jahr 2024 wurden weltweit 54 Journalisten getötet, wie Tagesschau berichtet. Besonders besorgniserregend ist die hohe Anzahl von Todesfällen in Kriegsgebieten, wo allein 31 der 54 getöteten Journalisten starben. Der Gazastreifen ist ein besonders gefährlicher Ort für Medienvertreter, mit mindestens 16 in diesem Jahr auf das Konto israelischer Streitkräfte gehenden Toten.

Laut dem Jahresbericht von „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) sind seit Beginn des Gazakonflikts am 7. Oktober 2023 über 145 Medienschaffende ums Leben gekommen. Die Besorgnis über die Sicherheit von Journalisten wird von RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus betont, die appelliert, Tötungen von Medienschaffenden als mögliche Kriegsverbrechen zu untersuchen. Die internationale Gemeinschaft muss handeln, da das ununterbrochene Gruppen von Journalisten die Pressefreiheit erheblich gefährdet.

Zahlen und Fakten zur Journalistensicherheit

  • 2024: 54 getötete Journalisten weltweit.
  • 550 Journalisten in Haft, die meisten in China, Myanmar und Israel.
  • 95 Journalisten gelten als vermisst.
  • 55 Medienvertreter sind als Geiseln in der Gewalt von Entführern.
  • Besonders gefährliche Länder: Pakistan (7 Tote), Bangladesch und Mexiko (jeweils 5 Tote).

Der stellvertretende dju-Vorsitzende Peter Freitag unterstreicht die entscheidende Rolle internationaler Solidarität. Diese ist für die Unterstützung von inhaftierten Journalisten unerlässlich. Die globale Kampagne „#JournalismIsNotACrime“ wirbt für die Freilassung von Journalisten und erhebt ihren Ausdruck des Schmerzes über die gefährliche Situation der Pressefreiheit weltweit. Die Verpflichtung der dju in ver.di zur Unterstützung von RSF und ähnlichen Organisationen wird als notwendig erachtet, um das Überleben des Journalismus auch in Krisenzeiten zu sichern.