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Vatikanstadt, 14. Januar 2025 – Papst Franziskus hat scharfe Kritik an Kirchenvertretern geübt, die an der sogenannten „Alten Messe“ festhalten. In seiner neuen Autobiografie „Hoffe“ beschreibt er, dass die Liturgie nicht zu einer ideologischen Frage werden sollte. Er möchte eine Rückkehr zur Einfachheit und warnt vor einer Faszination für das Unverständliche und das Geheimnisvolle, die oft mit einem übertriebenen Klerikalismus einhergehe, wie KAP berichtete. Der Papst beleuchtet auch, dass solche Rigide oft einhergehen mit ernsthaften psychologischen Problemen, die teilweise bei Priesteramtskandidaten zutage traten. Er betont, dass hinter einer solchen Kostümierung häufig „Unausgeglichenheit, Affektstörungen oder Verhaltensprobleme“ verborgen seien.
Im Jahr 2024 setzte Papst Franziskus seinen Kurs zur Reform der katholischen Kirche fort. Er konzentrierte sich darauf, den Fokus auf die Ausgegrenzten zu richten und ihnen eine Stimme zu geben, während er auf seiner längsten Auslandsreise in Südostasien und Ozeanien viele kritische Themen ansprach. Dazu gehörten die Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch multinationale Unternehmen und der Einsatz für die Rechte von Wanderarbeitern in Singapur. Während dieser Reise warb er auch für Toleranz zwischen den Religionen, was ihm besonders am Herzen liegt. ZDF berichtete darüber, wie er sich für eine gemeinsame Stimme gegen religiöse Gewalt einsetzte, indem er in Jakarta die größte Moschee Südostasiens besuchte und mit dem Groß-Imam sprach.
Kontroversen begleiten den Papst
Franziskus’ Jahr 2024 war jedoch nicht ohne Kontroversen. Seine Aussagen zum Krieg in der Ukraine und in Gaza sorgten für Aufregung, da er oft nicht differenzierte. Ungewöhnlich harte Kritik erhielt er auch für seine Äußerungen über Frauen, insbesondere, als er sie auf traditionelle Rollenbilder reduzierte – eine Position, die weltweit auf Ablehnung stieß. In der Bischofssynode im Oktober strebte er eine stärkere Mitbestimmung aller Gläubigen an, doch die Umsetzung bleibt ungewiss. Sein Hauptziel scheint es zu sein, die katholische Kirche nicht nur zu reformieren, sondern sie auch an die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen, was bei den Gläubigen und innerhalb der Kirche gemischte Reaktionen hervorruft.
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