Inmitten des anhaltenden Konflikts in der Ukraine, der im Februar 2022 mit dem Angriff Russlands begonnen hatte, sind derzeit neue Verhandlungen in Abu Dhabi in Planung. Diese Gespräche könnten möglicherweise einen Weg zur Beendigung der Feindseligkeiten ebnen. Laut einem Bericht von Kleine Zeitung erhoffen sich beide Seiten Fortschritte, obwohl die Meinungsverschiedenheiten weiterhin gravierend sind.
Russland stellt klare Forderungen an die Ukraine. Das Land verlangt die Abtretung besetzter Gebiete, einen Verzicht auf einen NATO-Beitritt und schränkt militärische Fähigkeiten der Ukraine ein. Die Ukraine hingegen lehnt einen Rückzug aus nicht besetzten Gebieten ab und strebt die Rückgewinnung aller besetzten Territorien an. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass die trilateralen Verhandlungen, an denen auch die USA beteiligt sind, konstruktiv verlaufen seien und er nach der Rückkehr der ukrainischen Delegation einen detaillierten Bericht erwarte.
Verhandlungsstand
Die Gespräche zwischen Russland und den USA zielen darauf ab, Kompromisse zu finden, wobei die USA als Vermittler auftreten. Tagesschau berichtet über die unnachgiebige Haltung Russlands, das eine Anerkennung der annektierten Gebiete fordert und eine Räumung dieser Regionen ausschließt. Des Weiteren nötigt Russland die Ukraine zur „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“.
Die USA und Europa unterstützen die Position der Ukraine, die eine sicherheitspolitische Anbindung an den Westen anstrebt. Dies ist jedoch von der Ukraine abhängig, die weiterhin auf ihrer staatlichen Souveränität und der uneingeschränkten Ausrüstung ihrer Armee besteht. Aktuell gibt es keine Aussicht auf einen NATO-Beitritt, doch dieser bleibt ein langfristiges Ziel der Ukraine.
Sicherheitsgarantien und zukünftige Gespräche
Bei den Gesprächen während des Weltwirtschaftsforums in Davos kündigte Selenskyj an, dass es Einigungen bezüglich Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben werde. Jedoch äußerte Sicherheitsexperte Christian Mölling Bedenken hinsichtlich der Kompromissfähigkeit beider Seiten und bezweifelt, dass die trilateralen Gespräche zu einem Waffenstillstand führen werden. In einem Bericht von ZDF wird erläutert, dass Russland sich bisher nicht zu den geplanten Friedensgesprächen geäußert hat und die Taktik des Kremls unklar bleibt.
Steve Witkoff, Trumps Sondergesandter, ist auf dem Weg nach Moskau, um Putin zu treffen. In Moskau bemerken Beobachter eine Nervosität und Anspannung, die auf die bevorstehenden Gespräche hindeuten. Trotz der Schwierigkeiten in den Verhandlungen, könnte eine Lösung in greifbare Nähe rücken, wenn beide Seiten bereit sind, Kompromisse einzugehen und sich den drängenden Fragen der Sicherheit und territorialen Integrität zu stellen.