Am 9. Jänner 2026 versammeln sich Tausende von Fans in Adelboden, wo eines der prestigeträchtigsten Events im alpinen Ski-Winter läuft. Laola1 berichtet, dass rund 40.000 Zuschauer erwartet werden, trotz der fast ununterbrochenen Schneefälle im Berner Oberland, die die Rennen möglicherweise beeinflussen könnten. In einem Jahr, das bereits von Tragödien geprägt ist, steht vor den Athleten eine besondere Herausforderung an.
Die Brandkatastrophe in Crans-Montana, bei der 40 Menschen ums Leben kamen und über 100 verletzt wurden, sorgt für eine trübe Stimmung. Eurosport berichtet, dass Marco Odermatt, aktueller Führer des Gesamtweltcups, mit seiner Teilnahme an dem Event in Adelboden sowohl sportliche Höchstleistungen erbringen als auch den Opfern des Unglücks gedenken möchte. In einem Zeichen der Solidarität könnte er und sein Team möglicherweise Trauerflor tragen.
Ein Tag des Gedenkens
Am 9. Jänner wird in der Schweiz ein nationaler Trauertag ausgerufen. Die Gedenkfeierlichkeiten sind von Gefühl und Gemeinschaft geprägt, wie SWR3 berichtet. Um 14 Uhr läuten in Crans-Montana die Kirchenglocken, und ein Schweigemarsch mit zahlreichen Teilnehmern soll den Opfern gedacht werden. Camille Rast, die beim Weltcup in Kranjska Gora einen Sieg feierte, hatte ihren Erfolg den Leidtragenden gewidmet und somit das Bewusstsein für die Tragödie gestärkt.
Der Vorfall hat die internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen, was deutlich zeigt, wie wichtig die Unterstützung der Gemeinschaft für die Betroffenen ist. Die Identifizierung der Opfer war aufgrund der schweren Verbrennungen eine große Herausforderung, wobei mehr als die Hälfte der Verstorbenen Jugendliche waren, einige stammten aus mehreren europäischen Ländern.
Der Wettkampf in Adelboden
Sportlich stehen die Athleten vor einem besonderen Duell. Marco Odermatt, der die letzten vier Riesentorläufe für sich entscheiden konnte, hat die Gelegenheit, seinen fünften Sieg in Folge zu erreichen, was bisher nur Ingemar Stenmark gelungen ist. In der aktuellen Saison haben bereits fünf verschiedene Sieger in fünf Rennen gefochten, was die Wettkämpfe in Adelboden zusätzlich aufregt.
Stefan Brennsteiner, der mit seiner roten Startnummer als Führender im Riesenslalom-Weltcup ins Rennen geht, hat seinen Status als Favorit, kämpft jedoch gegen seine bisherige Bilanz, die ihm in zehn Adelboden-Starts nie eine bessere Platzierung als Rang 13 bescherte. Beide Athleten sind sich der Herausforderungen bewusst, die sie nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Kontext der aktuellen Ereignisse erleben.
Der Nationaltraumbewusstseins-Tag stellt einen Rahmen dar, in dem sowohl Athleten als auch Zuschauer in der atemberaubenden Kulisse des Chuenisbärgli zusammenkommen, um sowohl den Sport als auch die Trauer um die Opfer zu zelebrieren.