Am 3. Dezember 2025 brach in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Tobel der Gemeinde Gams in der Schweiz ein verheerender Brand aus. Laut Berichten von Fireworld wurde die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen aufgrund einer starken Rauchentwicklung alarmiert. Kurz nach 16 Uhr sah eine erste Polizeipatrouille Rauch und Flammen aus den Fenstern des Hauses dringen.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Trotz des umfassenden Einsatzes entstand ein Sachschaden im Wert von mehreren hunderttausend Franken. Das Einfamilienhaus ist nach dem Feuer nicht mehr bewohnbar. Glücklicherweise konnte sich der 65-jährige Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Einsatzkräfte und Brandursachenermittlung

Im Einsatz waren rund 40 Angehörige der örtlichen Feuerwehr sowie mehrere Polizeipatrouillen und Fachspezialisten der Kantonspolizei. Auch ein Team des vorsorglich aufgebotenen Rettungsdienstes und eine Vertretung der Gebäudeversicherung St.Gallen waren vor Ort. Während des Einsatzes wurde die Umgebungsstraße mehrere Stunden gesperrt, um die Löscharbeiten zu unterstützen und die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, wie imticker.ch berichtet.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei mit der Untersuchung der Brandursache beauftragt. Mögliche Szenarien könnten einen technischen Defekt, den unsachgemäßen Umgang mit elektrischen Geräten oder Materialfehler im Gebäudeinneren umfassen. Die Ergebnisse der Brandursachenermittlung sind bislang noch nicht veröffentlicht worden.

Brandschutzstatistiken und -entwicklung in der Schweiz

Der Vorfall in Gams reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein, da die Anzahl der Brandschäden in der Schweiz in den letzten Jahren trotz eines konstanten Anstiegs des Gebäudebestands überwacht werden muss. Laut der BFB Cipi verzeichneten die 19 Kantonalen Gebäudeversicherungen im Jahr 2024 etwa 8.100 Fälle von Brandschäden, die zusammen eine Schadenssumme von 268,1 Millionen Franken ausmachten. Hochgerechnet auf die gesamte Schweiz sind es schätzungsweise 10.000 Fälle und rund 335 Millionen Franken an Schäden.

In den letzten Jahren sind verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um die Brandgefahr zu verringern. Dazu gehören die zunehmende Verbreitung von Geräten mit integrierten Sicherheitsfunktionen und ein höheres Bewusstsein der Bevölkerung für Brandgefahren. Trotz der steigenden Anzahl an Gebäuden gibt es einen leichten Rückgang der Schadenssumme, was auf die Wirksamkeit der Brandschutzvorschriften hinweist.