Am frühen Morgen des 11. Jänner 2026 kam es auf der Autobahn A1 in Richtung St. Margrethen zu einem gravierenden Vorfall. Ein 43-jähriger Mann war alkoholisiert am Steuer und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Um etwa 6:45 Uhr erhielt die Kantonspolizei St. Gallen einen Notruf von einer Drittperson, die ein stark beschädigtes Auto auf der Autobahn meldete. Der zwischen Wil und St. Margrethen gelegene Abschnitt wurde abgeriegelt, und die Polizei machte sich auf die Suche nach dem Fahrzeughaltern.
Während der Ermittlungen konnte die Polizei den Fahrer an seinem Wohnort ausfindig machen. Dort trafen die Beamten auf einen stark alkoholisierten Mann, dessen Atemalkoholtest einen erhöhten Wert ergab. Obwohl er zugab, in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein, konnte er keine genauen Angaben zum Unfallort machen. Er hatte offenbar den Unfallort verlassen, ohne sich um die Folgen zu kümmern. Der Gesamtschaden wird auf etwa 10.000 Franken geschätzt, was umgerechnet etwa 10.400 Euro entspricht.
Details zum Unfallhergang
Die Kantonspolizei St. Gallen vermutet, dass der Fahrer frontal gegen eine Leitplanke prallte. Anhand der Entdeckung einer beschädigten Leitplanke in der Nähe des Rastplatzes Wildhus Süd gehen die Ermittler davon aus, dass sich das Fahrzeug mehrfach drehte, bevor es quer zur Fahrbahn zum Stillstand kam. Die Polizei ordnete eine Blut- und Urinprobe des Fahrers an, während eine Patrouille die Autobahn zwischen Wil und St. Gallen nach weiteren Unfallspuren absuchte.
Dieser Vorfall häuft sich in einem gesellschaftlichen Kontext, der durch Alkohol am Steuer stark belastet ist. Im Jahr 2023 gab es in der Schweiz 506 schwer verletzte und 31 getötete Personen bei Alkoholunfällen im Straßenverkehr. Nach Angaben von Safety & Security war Alkohol bei fast 12 % der Unfälle mit schweren Personenschäden die Ursache. Die Situation hat sich in den letzten zehn Jahren nicht verbessert, obwohl Präventionskampagnen durchgeführt werden.
Präventionsmaßnahmen und Verhaltensänderungen
Laut einer aktuellen Befragung gaben 23 % der Autofahrer in der Schweiz an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal nach Alkoholkonsum gefahren zu sein. Dies ist wesentlich höher als der europäische Durchschnitt von 15 %. Die Beratungsstelle BFU empfiehlt, dass Personen, die fahren möchten, vollständig auf Alkohol verzichten sollten. Zudem sollten bei Alkoholkonsum öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis genutzt werden.
In Anbetracht der Häufigkeit der alkoholbedingten Unfälle ist es entscheidend, dass Autofahrer verantwortungsbewusster handeln. Insbesondere nachts ist der Anteil alkoholisierten Fahrern signifikant höher, wobei es als sicher gilt, beim Feiern oder nach dem Genuss von Alkohol auf das Fahren zu verzichten. Die Verantwortlichkeit, nicht unter Alkoholeinfluss zu fahren, bleibt unerlässlich, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.
Die Kantonspolizei St. Gallen ermittelt nun aufgrund des Verdachts auf Fahrerflucht und Fahrens unter Alkoholeinfluss gegen den 43-jährigen Mann, der am frühen Morgen für diesen ernsthaften Vorfall verantwortlich war. Weitere Details und Entwicklungen des Falls werden von den Behörden erwartet.