Selenskyj in London: Friedensverhandlungen mit Starmer und Macron!

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Ukrainischer Präsident Selenskyj trifft in London auf Starmer, Macron und Merz, um über den US-Friedensplan für die Ukraine zu verhandeln.

Ukrainischer Präsident Selenskyj trifft in London auf Starmer, Macron und Merz, um über den US-Friedensplan für die Ukraine zu verhandeln.
Ukrainischer Präsident Selenskyj trifft in London auf Starmer, Macron und Merz, um über den US-Friedensplan für die Ukraine zu verhandeln.

Selenskyj in London: Friedensverhandlungen mit Starmer und Macron!

Am Montag, dem 8. Dezember 2025, traf sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in London mit führenden europäischen Staatsoberhäuptern, um über den aktuellen Stand des US-Friedensplans zur Beendigung des russischen Angriffs auf die Ukraine zu diskutieren. Anwesend waren Großbritanniens Premier Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Kanzler Friedrich Merz. Diese Gespräche folgen auf dreitägige Verhandlungen zwischen Washington und Kiew, die am Samstag abgeschlossen wurden, und die Selenskyj als „konstruktiv“ bezeichnete.

Ein zentrales Thema der Gespräche sind die offenen Fragen zu Territorialangelegenheiten sowie die Sicherheit und Garantien der USA für die Ukraine. Details zum US-Friedensplan, der ursprünglich 28 Punkte umfassen sollte, blieben jedoch geheim. Macron betonte die wichtige Rolle der Europäer bei der Suche nach einer fairen und dauerhaften Lösung, während US-Präsident Donald Trump Unsicherheiten über Selenskyjs Zustimmung zu einem neuen Vorschlag äußerte.

Ein komplexes Verhandlungsumfeld

Selenskyj erklärt, dass die Gespräche mit US-Vertretern herausfordernd, aber dennoch konstruktiv gewesen seien. Der ukrainische Präsident hatte auch zuvor persönliche Telefonate mit dem Sondergesandten von Trump, Steve Witkoff, und Jared Kushner geführt. In einer weiteren wichtigen Entwicklung sicherte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Selenskyj zusätzliche Unterstützung zu und kritisierte die russischen Angriffe auf zivile Strukturen in der Ukraine. Trotz ihrer Zusagen wird Meloni am Montag nicht an den Gesprächen in London teilnehmen.

In der Vergangenheit fanden bereits wichtige Treffen zwischen Selenskyj, Rustem Umjerow – einem ukrainischen Verhandlungsführer – und Steve Witkoff statt. Diese Gespräche, die in Paris stattfanden, konzentrierten sich darauf, die Ergebnisse der Verhandlungen in den USA zu prüfen und die nächsten Schritte für ein Treffen Witkoffs mit Wladimir Putin in Moskau zu koordinieren. Umjerow berichtete von „substanziellen Fortschritten“ in Richtung eines „würdigen Friedens“.

Schwierigkeiten und strittige Punkte

Die Verhandlungen drehen sich auch um entscheidende strittige Punkte wie die Begrenzung der ukrainischen Armee, die Abgabe von Gebieten im Donbass und das Thema der NATO-Mitgliedschaft. Ein amerikanischer Vorschlag sieht vor, dass die Ukraine nicht offiziell auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichtet, sondern diese direkt zwischen der NATO und Moskau ausgehandelt wird. Über die Zukunft des Donbass wird diskutiert, wobei eine Abtretung von bestimmten Gebieten an Russland in Erwägung gezogen wird, jedoch in Form einer demilitarisierten Zone.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot erwähnte die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Macron selbst empfängt Selenskyj im Élysée-Palast mit einer Ehrengarde, jedoch bleiben die konkreten Inhalte ihrer Gespräche und die nächsten Schritte im Verhandlungsprozess vorerst unklar. Am Dienstag wird Witkoff in Moskau erwartet, wo auch Jared Kushner anwesend sein wird. Es wird jedoch erwartet, dass Witkoffs Glaubwürdigkeit als Verhandlungsführer nach einem kürzlich veröffentlichten Telefonat, in dem er Ratschläge an Russland gab, beeinträchtigt sein könnte.

Insgesamt ist die Lage in der Ukraine und der diplomatische Umgang mit Russland nach wie vor angespannt. Putin hat sich bislang unnachgiebig zu den geforderten Gebieten geäußert und drohte mit militärischen Mitteln, was die Verhandlungen weiter kompliziert. Das russische Außenministerium stellt den Ukrainekrieg in den Kontext historischer westlicher Angriffe auf Russland, was die Verhandlungen zusätzlich belasten könnte.

Der laufende Runde ist Teil einer umfassenderen Strategie, um den Konflikt entschieden zu lösen und eine langfristige Stabilität in der Region herzustellen. Die Herausforderung bleibt, die komplexen und teilweise widersprüchlichen Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen.

vienna.at berichtet über die bedeutenden diplomatischen Gespräche unter der Leitung von Selenskyj, während sueddeutsche.de weitere Einblicke in die Hintergründe der Verhandlungen bietet.