Die tragische Geschichte der 19-jährigen Áine Rose Hurst aus Großbritannien hat in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt. Áine verstarb nach der Einnahme einer Tablette gegen Kopfschmerzen, wobei bei einer Autopsie eine zerebrale Sinus- bzw. Hirnvenenthrombose als mögliche Todesursache festgestellt wurde. Diese Thrombose könnte im Zusammenhang mit ihrer Einnahme der Antibabypille stehen, die ihr vor ihrem 16. Geburtstag verschrieben wurde. Über einen Zeitraum von drei Jahren traten zunächst keine gesundheitlichen Komplikationen auf, doch ein Routinecheck im Dezember 2024 offenbarte einen gefährlich hohen Blutdruck.

Daraufhin wurde die Pille abgesetzt. Áine maß ihren Blutdruck zu Hause und stellte fest, dass die Werte allmählich zurückgingen. Anlässlich eines Termins bei ihrem Hausarzt im Jänner 2025, bei dem ihr normalisierter Blutdruck überprüft wurde, bekam sie erneut die Pille verschrieben. Nur zwei Monate später, nach einem Abend mit Freundinnen, klagte sie über starke Kopfschmerzen. Trotz der Behandlung mit Paracetamol durch ihre Mutter wurde ihr Zustand kritischer. Als sie bewusstlos wurde, wurde der Notruf gewählt, jedoch war die Diagnose eines Blutgerinnsels im Gehirn alarmierend. Leider musste am 13. März 2025 die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden.

Die Risiken der Antibabypille

Die Antibabypille ist die häufigste Methode der Verhütung bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren, wie blutdruck-und-bluthochdruck.de berichtet. Allerdings haben 26 % dieser Frauen Bluthochdruck, was in Kombination mit der Pilleneinnahme riskant sein kann. Studien belegen, dass die Einnahme von Antibabypillen, insbesondere Kombinationspillen, das Risiko für Bluthochdruck erhöht. Dies betrifft insbesondere Frauen über 35 Jahre, Übergewichtige und Raucherinnen.

Antibabypillen enthalten synthetische Hormone, die den Blutdruck beeinflussen können. Während Östrogen einen deutlich größeren Einfluss auf den Blutdruck hat, wirkt Gestagen weniger stark. Ärzte warnen davor, dass Bluthochdruck vor der Einnahme der Pille gründlich untersucht werden sollte. Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind wichtig, da der Blutdruck durch die Pille zwischen leicht erhöht und potenziell gefährlich schwanken kann.

Die Rolle der Aufklärung

Die Mutter von Áine, Kerry Hurst, setzt sich aktiv dafür ein, auf die möglichen Nebenwirkungen der Antibabypille hinzuweisen. Sie fordert dringend strengere Vorgaben bei der Verschreibung an Personen mit zuvor festgestelltem Bluthochdruck. Kritische Stimmen zur Pilleneinnahme nehmen zu, da immer mehr Frauen über Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen und anhaltende Beschwerden berichten. Techniker beschreibt, dass bei anhaltenden Beschwerden ein Wechsel des Verhütungsmittels in Betracht gezogen werden sollte.

Langfristige Pilleneinnahme kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen, unter anderem für Thrombosen, die in schweren Fällen zu lebensbedrohlichen Situationen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. In Anbetracht der Risiken ist es entscheidend, verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen und eine fundierte Entscheidung über die Verwendung der Pille zu treffen.