Am 1. Jänner 2026 ereignete sich in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana, Schweiz, während einer Silvesterfeier ein schreckliches Unglück. Berichten zufolge kamen rund 40 Menschen ums Leben und mindestens 115 weitere wurden verletzt, viele davon schwer. Einige der Verletzten befinden sich in Lebensgefahr. Laut dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin handelt es sich dabei um eine der schlimmsten Tragödien in der Geschichte des Landes. Die Silvesterparty, die mit etwa 200 Gästen, überwiegend Jugendlichen, gefeiert wurde, verwandelte sich in wenigen Minuten in ein wütendes Inferno, was zu panikartigen Fluchtversuchen führte.
Die Ermittlungen zur Unfallursache sind im Gange. Aktuell gibt es Hinweise darauf, dass Kerzen in Champagnerflaschen das Feuer ausgelöst haben könnten, möglicherweise unterstützt von einer Wunderkerze, die zu nahe an der Holzdecke gehalten wurde. Ein „Flashover“ könnte zu Explosionen geführt haben, was zum rasanten Brandverlauf beitrug.Vienna.at berichtet, dass die Identifizierung der Toten schwierig ist, da viele stark verbrannt sind. Die Polizei hat das Gelände um die Bar abgesperrt und wertet auch Telefone am Brandort aus.
Rettungseinsatz und medizinische Hilfe
Die Rettungskräfte waren mit einem massiven Einsatz vor Ort. Zehn Hubschrauber und 40 Krankenwagen wurden mobilisiert, um die Verletzten in umliegende Krankenhäuser zu bringen, unter anderem in Sitten, Zürich, Lausanne und Genf. Die Krankenhäuser im Wallis waren schnell überlastet, was dazu führte, dass Verletzte in die gesamte Schweiz verlegt werden mussten. Der schnelle Einsatz erfolgte innerhalb von zwei Minuten nach dem Alarm, jedoch konnten viele Opfer nur tot geborgen werden.Ingenieur.de hat berichtet, dass nach ersten Erhebungen Verletzte aus Italien und Frankreich betroffen sind, während die Identität der Opfer weiterhin nur schwer festgestellt werden kann.
Der Tourismusort Crans-Montana, der bereits stark von internationalen Gästen frequentiert wird, wird durch diese Tragödie erhebliche Einbußen erleiden. Etwa 20 % der Besucher kommen aus dem Ausland, sodass viele lokale Geschäfte und Dienstleister direkt betroffen sein werden. Das Unglück wirft auch ein Licht auf die baulichen Mängel der Bar, welche die Flucht erschwerten. Schmale Ausgänge führten zu Stauungen, ganz entgegen der Schweizer Brandschutzrichtlinien, die zwei unabhängige Rettungswege für Versammlungsstätten mit über 100 Personen vorschreiben.Ingenieur.de hebt hervor, dass eine schnelle und umfassende Untersuchung der Ereignisse durch die Kantonspolizei Wallis und die Staatsanwaltschaft eingeleitet wurde.
Hintergrund zu Brandschutzvorschriften
Das Trauerspiel in Crans-Montana offenbart die Herausforderungen im Bereich des Brandschutzes in der Schweiz. Statistiken zeigen, dass im Jahr 2024 allein 8’100 Fälle von Brandschäden gemeldet wurden, mit Gesamtschäden in Höhe von 268,1 Millionen Franken. Trotz der steigenden Zahl von Gebäuden bleibt der Schaden in den letzten Jahren relativ konstant, was auf verbesserte sicherheitstechnische Lösungen zurückzuführen sein könnte. Laut Daten von BFB CIPI sind Rückgänge bei brennbaren Materialien und die Einführung moderner Sicherheitsgeräte entscheidend.
Der Vorfall in Crans-Montana wird nicht nur die Betroffenen selbst, sondern die gesamte Gesellschaft in der Schweiz zum Nachdenken über Sicherheitsvorkehrungen und den Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen anregen. Die laufenden Ermittlungen werden möglicherweise grundlegende Änderungen in den Anforderungen an das Brandschutzsystem mit sich bringen, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern.