Digitaler Euro: Europas Weg zur Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr!

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Der digitale Euro wird Europa bis 2029 unabhängiger machen. Finanzminister Marterbauer betont dessen Bedeutung für die Souveränität.

Der digitale Euro wird Europa bis 2029 unabhängiger machen. Finanzminister Marterbauer betont dessen Bedeutung für die Souveränität.
Der digitale Euro wird Europa bis 2029 unabhängiger machen. Finanzminister Marterbauer betont dessen Bedeutung für die Souveränität.

Digitaler Euro: Europas Weg zur Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr!

Der digitale Euro steht vor der Einführung, die für 2029 geplant ist. Laut vienna.at soll diese digitale Währung Bargeld ergänzen und die Unabhängigkeit Europas im Zahlungsverkehr stärken. Finanzminister Markus Marterbauer sieht hierin eine Fortführung der Euro-Einführung vor über 25 Jahren, insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, wo Europa weniger abhängig von US-Finanzdienstleistern wie Visa oder Mastercard werden könnte.

Die EU-Abgeordnete Evelyn Regner betont die Dringlichkeit, die europäische Souveränität im Zahlungsverkehr zu gewährleisten. Diese Unabhängigkeit ist besonders wesentlich, da die Abhängigkeit von US-Diensten negative Folgen, wie etwa bei Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof, gehabt hat. Josef Meichenitsch, Direktor der OeNB, ergänzt, dass der digitale Euro Bargeld nicht ersetzen, sondern als Ergänzung dienen soll.

Funktionen und Vorteile des digitalen Euros

Der digitale Euro wird es Nutzern ermöglichen, kostenlos Transaktionen im gesamten Euroraum durchzuführen. Dabei sollen hohe Datenschutzstandards sichergestellt werden. Ein bemerkenswertes Feature ist die Möglichkeit, Transaktionen auch ohne Internetzugang durchzuführen. Dies wird durch direkte Übertragungen zwischen Nutzern ermöglicht, was den digitalen Euro als „Zwilling des Bargelds“ beschrieben werden lässt. Dieses Konzept verfolgt das Ziel, die Vorteile des Bargeldes in die digitale Welt zu übertragen.

Aktuell erfordert die Nutzung des Zahlungsverkehrs im Euroraum eine hohe Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsdienstleistern, deren marktbeherrschende Stellung den Wettbewerb beschränkt und die Innovationskraft hemmt. Der digitale Euro zielt darauf ab, einen integrierten europäischen Zahlungsverkehrsmarkt zu schaffen und den Wettbewerb sowie die Benutzerfreundlichkeit zu fördern. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist aktiv dabei, den digitalen Euro als Teil ihrer Souveränität im Zahlungsverkehr zu entwickeln.

Laut ecb.europa.eu ist Bargeld nach wie vor das meistgenutzte Zahlungsmittel im Einzelhandel, vor allem für kleinere Beträge. Dennoch zeigt ein Abwärtstrend, dass 12% der Unternehmen kein Bargeld akzeptieren, was die Notwendigkeit für eine digitale Lösung verdeutlicht.

Das Vorhaben der EZB ist nicht nur eine Antwort auf die Fragmentierung des digitalen Zahlungsverkehrs, sondern auch der Versuch, die Autonomie Europas im internationalen Finanzwesen zu fördern. Es wird weltweit ein wachsendes Interesse an digitalen Zentralbankwährungen beobachtet, mit 63 Ländern, die zur Zeit entsprechende Initiativen entwickeln oder erforschen.

Die Schaffung eines digitalen Euros würde nicht nur den Nutzern mehr Komfort und niedrigere Transaktionskosten bieten, sondern könnte auch die Unabhängigkeit und Souveränität Europas im internationalen Zahlungsverkehr entscheidend unterstützen.