
In Belgien sind für den kommenden Montag, den 31. März 2025, landesweite Streiks angekündigt, die erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr und andere Bereiche haben werden. Der Flughafen Brüssel hat sämtliche Abflüge für diesen Tag gestrichen und auch einige ankommende Flüge werden ausfallen. Die Passagiere werden von ihren Fluggesellschaften entsprechend informiert. Der Betreiber des Flughafens rät dringend davon ab, am Montag zum Flughafen zu kommen, da große Teile des Personals an Sicherheitskontrollen und Gepäckabfertigungen streiken werden. Laut exxpress.at wird mit erheblichen Störungen des Flughafenbetriebs gerechnet.
Die Streiks, organisiert von den belgischen Gewerkschaften, richten sich gegen die Regierung unter Bart De Wever und ihre umstrittenen Pläne zur Haushaltskonsolidierung. Diese beinhalten unter anderem geplante Kürzungen bei den Pensionen von Bahnmitarbeitern, Polizisten und Lehrern sowie Einsparungen im öffentlichen Dienst und Leistungsreduzierungen für Sozialhilfeempfänger. De Wever strebt eine Haushaltssanierung von 20 Milliarden Euro an, was bei den Betroffenen auf scharfen Widerstand stößt. Die Gewerkschaften, die diesen Protest organisiert haben, zeigen sich entschlossen, ihre Anliegen durchzusetzen.
Auswirkungen auf den Hafen
Die landesweiten Streiks werden nicht nur den Luftverkehr belasten, sondern auch den Hafen Antwerpen-Brügge erheblich beeinträchtigen. Drei Gewerkschaften haben die Arbeiter und Hafenmitarbeiter zum Streik aufgerufen, was wahrscheinlich den Betrieb im Hafen vollständig lahmlegen wird. Bereits jetzt sind die beiden größten Containerterminals, MPET PSA und DP World, vollständig geschlossen, was für Logistikunternehmen wie Van Moer, die auf diese Terminals angewiesen sind, schwerwiegende Folgen hat. Der Direktor des Arbeitgeberverbands Alfaport Voka, Stephan Vanfraechem, prognostiziert größere Auswirkungen als bei früheren nationalen Streiks, da fliegende Streikposten entlang der Quais und Docks eingesetzt werden, um die Einhaltung des Streikaufrufs zu überwachen. Die Hafenbehörde bemüht sich, den Betrieb der Schleusen und des Schleppdienstes trotz der Streiks aufrechtzuerhalten, wird jedoch von den Arbeitsniederlegungen beeinträchtigt.
Zusätzlich setzen die Behörden im Nordseehafen von Gent von Montagmorgen 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr die Disposition und Steuerung der Seeschiffe aus. Tägliche Bewegungen von etwa fünf Seeschiffen im Genter Teil des Nordseehafens könnten somit betroffen sein. Reedereien wurden aufgefordert, ihre Fahrten zu verschieben und die Sicherheitsmaßnahmen am Hafen werden während der Proteste verstärkt überwacht, um eine ordnungsgemäße Durchführung der Aktionen sicherzustellen, wie vrt.be berichtet.
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