Alarmstufe Rot: Neue Corona-Variante Frankenstein breitet sich aus!
Neue Corona-Variante XFG breitet sich in Österreich aus. Krankenstand steigt auf 250.000, während Abwassermonitoring Anstieg zeigt.

Alarmstufe Rot: Neue Corona-Variante Frankenstein breitet sich aus!
Eine neue Welle von Corona-Infektionen breitet sich in Europa aus, und in Österreich sind mittlerweile rund 250.000 Menschen im Krankenstand. Dies berichtet oe24. Hintergrund dieser Entwicklung ist die neue Corona-Variante XFG, die auch unter den Namen „Stratus“ oder „Frankenstein“ bekannt ist. Diese Variante ist eine Rekombination der bisherigen Virusvarianten LF.7 und LP.8.1.2 und hat sich in verschiedenen Regionen als besonders ansteckend erwiesen.
Die höchste Fallzahlen sind derzeit in den Bundesländern Wien, Steiermark und Tirol zu registrieren, wie die jüngsten Daten aus dem Abwasser-Monitoring zeigen. Diese Methode ermöglicht es, Infektionszahlen genau zu verfolgen, indem Abwasserproben auf Virusbestandteile untersucht werden. Besonders in Karlsruhe wird diese Methode seit Beginn der Pandemie angewendet und zeigt nun einen regen Anstieg der Infektionszahlen, der dem Allzeithoch des Vorjahres nahkommt. Andreas Thiem vom „Technologiezentrum Wasser“ äußert sich dazu, dass die Werte der Abwasserproben im aktuellen Jahr stark ansteigen, was einen klaren Trend zu höherer Infektionsdynamik deutlich macht.
Symptome und Verlauf der neuen Variante
Die Symptome, die durch die XFG-Variante verursacht werden, ähneln denen früherer Corona-Varianten. Die häufigsten Beschwerden sind Heiserkeit, Halsschmerzen – oft stark ausgeprägt – trockener Reizhusten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Erschöpfung. Atemnot kann in einigen Fällen auftreten. Charakteristisch ist besonders die Kombination aus Halsschmerzen und Heiserkeit. Dennoch gibt es laut aktuellem Kenntnisstand keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe im Vergleich zu anderen Omikron-Varianten. Zudem bieten die vorhandenen Impfstoffe weiterhin einen effektiven Schutz vor schweren Verläufen.
Michael Geißler, medizinischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe, stellt fest, dass trotz der hohen Infektionszahlen kaum schwere Verläufe gemeldet werden. Das Virus hat sich in die Reihe der Veränderlichen unter den Infektionskrankheiten eingeordnet, obwohl er empfiehlt, besonders älteren und immungeschwächten Personen, in öffentlichen Räumen Schutzmasken zu tragen.
Überwachung durch Abwassermonitoring
Das Abwassermonitoring spielt eine entscheidende Rolle in der Überwachung der Pandemie. Laut dem Robert Koch-Institut dient die abwasserbasierte Surveillance der systematischen Überwachung von Infektionserregern und ermöglicht es, Trends in der Infektionsdynamik zu erkennen. Dieses Monitoring erfasst auch Personen, die sich nicht testen lassen, was die Datenlage zur Verbreitung des Virus verbessert.
Ab 2025 plant das Abwassermonitoring, bis zu 70 ausgewählte Kläranlagen wöchentlich zu beproben. Diese Maßnahme wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt sowie anderen Partnern. Derzeit laufen Forschungsprojekte, um das Potenzial der Abwassersurveillance weiter zu erkunden und auf andere Erreger oder Krankheitsindikatoren auszudehnen.
Zusammenfassend zeigt die aktuelle Situation, dass die neue Corona-Variante XFG nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern mit steigenden Infektionszahlen konfrontiert ist. Die fortlaufende Überwachung durch Abwassermonitoring wird als entscheidendes Werkzeug angesehen, um die Lage im Sinne des Gesundheitsschutzes effektiv zu bewerten.