Real Madrid verklagt UEFA auf Milliarden-Schadenersatz!
Real Madrid und A22 verklagen die UEFA auf Milliarden-Schadenersatz, fordert Anerkennung der neuen "Unify League".

Real Madrid verklagt UEFA auf Milliarden-Schadenersatz!
Am 24. November 2025 verklagen Real Madrid und der Sportprojektentwickler A22 die UEFA auf Schadenersatz in Milliardenhöhe. Der Streit hat seinen Ursprung in einem Urteil eines spanischen Berufungsgerichts von Ende Oktober, das die UEFA wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Position kritisiert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte bereits zuvor im Dezember 2023 in einem ähnlichen Fall zugunsten der Super League entschieden.
A22 fordert eine Kompensation für die Schäden, die durch die Blockade der Super League verursacht wurden. Verhandlungen mit der UEFA, die über sieben Monate andauerten, blieben jedoch ohne Ergebnis. In diesem Kontext wird nun ein Streitbeilegungsverfahren (MASC) in Madrid eingeleitet, das vor einer offiziellen Klage kommen muss. Die UEFA hat sich bislang nicht zu diesen Entwicklungen geäußert.
Hintergrund der Klage
Real Madrid plant, Schadenersatz in Höhe von 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro zu fordern. Dies basiert auf den Verlusten, die dem Klub durch die Blockade der Super League im Jahre 2021 entstanden sind, als zwölf europäische Topteams, darunter Real Madrid, die Gründung einer eigenen Liga verkündeten, aber aufgrund massiver Proteste der Fans schnell wieder absprangen. Die Gesamtforderung an die UEFA könnte über 4,5 Milliarden Euro (5,2 Milliarden US-Dollar) hinausgehen.
A22 hat bereits im Dezember 2024 eine offizielle Anerkennung der neuen Liga unter dem Namen „Unify League“ beantragt, allerdings blieb dieser Antrag bisher unbeantwortet. Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat bestätigt, dass auch der Klub rechtliche Schritte eingeleitet hat, und ein Schreiben an UEFA-Präsident Aleksander Ceferin gesendet, in dem die Motivation zur Anerkennung der Super League dargelegt wurde.
Reformpläne der Super League
Die Initiatoren der Super League präsentieren zudem Vorschläge zur Reform der bestehenden Wettbewerbsstruktur. Das Konzept sieht vor, die 36 Clubs in der Champions-League-Phase in zwei Gruppen von 18 aufzuteilen, was von der UEFA abgelehnt wurde. A22 fordert eine neue Governance-Struktur, inklusive eines Board of Directors mit Vertretern der Clubs und Spieler, um deren Bedenken bezüglich der Spielbelastung zu adressieren.
A22 behauptet außerdem, dass die „Unify League“ für Fans günstiger wäre als die derzeitigen Bezahl-Abos der Champions League. Die Super League plant, mit ihrem neuen Format auch Spielern mehr Mitspracherecht in der Entscheidungsfindung zu geben.
Relevanz des EuGH-Urteils
Das Urteil des EuGH von Dezember 2023 spielt eine zentrale Rolle in diesem Rechtsstreit. Der Gerichtshof stellte klar, dass die Regeln und Statuten der UEFA und FIFA, die neuen Wettbewerben eine Genehmigung vorschreiben, eine ungerechtfertigte Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit darstellen. Erforderliche Genehmigungen für Wettbewerbe wie die Super League wurden als nicht notwendig erachtet, was die Grundlagen der europäischen Fußballorganisation in Frage stellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation zwischen A22, Real Madrid und der UEFA durch rechtliche Auseinandersetzungen und weitreichende Reformvorschläge geprägt ist. Das Urteil des EuGH könnte einen bedeutenden Einfluss auf die gesamte Struktur des europäischen Fußballs haben und eine neue Ära des Wettbewerbs einläuten.
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