Bulgarien führt Euro ein: Ein Wechsel mit vielen Zweifeln!

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Bulgarien führt am 1. Januar 2026 als 21. EU-Land den Euro ein, trotz Kritik und Bedenken der Bevölkerung über Preiserhöhungen.

Bulgarien führt am 1. Januar 2026 als 21. EU-Land den Euro ein, trotz Kritik und Bedenken der Bevölkerung über Preiserhöhungen.
Bulgarien führt am 1. Januar 2026 als 21. EU-Land den Euro ein, trotz Kritik und Bedenken der Bevölkerung über Preiserhöhungen.

Bulgarien führt Euro ein: Ein Wechsel mit vielen Zweifeln!

Am 1. Januar 2026 hat Bulgarien den Euro als offizielle Währung eingeführt und ersetzt damit den bisherigen Lew. Damit wird Bulgarien das 21. Land, das Teil der Eurozone wird. Die Entscheidung zur Euro-Einführung wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) begrüßt, die die Vorteile einer einheitlichen Währung für den Handel und den Tourismus in Bulgarien hervorhebt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde verspricht Wohlstand und Sicherheit für die Bulgaren, während Bürger jedoch skeptische Bedenken äußern.

Die Einführung des Euros soll den Tourismus ankurbeln und den Handel bulgarischer Hersteller mit Europa und der Welt vereinfachen. Verbraucher sollen vom Wegfall von Geldwechsel und zusätzlichen Gebühren profitieren sowie einfachere Preisvergleiche und unkomplizierte Kartenzahlungen erleben. Der Umrechnungskurs beträgt 1 Euro zu 1,95583 Lew.

Politische und wirtschaftliche Herausforderungen

Trotz dieser positiven Aspekte gibt es in der bulgarischen Bevölkerung große Bedenken hinsichtlich der Euro-Einführung. Viele Bulgaren befürchten, dass der Euro zu Preiserhöhungen führen könnte, und mehr als die Hälfte lehnt den Währungswechsel laut Umfragen ab. Staatspräsident Rumen Radew kritisierte in seiner Neujahrsansprache, dass ein Referendum zur Euro-Einführung hätte stattfinden sollen, was von der prowestlichen Parlamentsmehrheit jedoch abgelehnt wurde.

Das Land leidet unter einer instabilen politischen Lage, die durch sieben Parlamentswahlen in viereinhalb Jahren geprägt ist. Die Regierung hatte Anfang Dezember 2025 nach anhaltenden Protesten gegen einen als korruptionsverdächtig angesehenen Haushaltsentwurf zurücktreten müssen. Diese Proteste, die von der rechtsradikalen Partei Vazrazhdane mitorganisiert wurden, beinhalten auch kleinere Anti-Euro-Demos. Kritiker wie Petar Petrov, Vizevorsitzender von Vazrazhdane, warnen vor den potenziellen Preissteigerungen durch die Euro-Einführung.

Wirtschaftliche Perspektiven

Auf wirtschaftlicher Ebene hat Bulgarien in den letzten 20 Jahren insgesamt robust gewirtschaftet und die Finanzkrise 2008 ohne externe Hilfe überstanden. Das Land konnte seine Staatsverschuldung durch strikte Haushaltsdisziplin reduzieren und erhofft sich weitere Investitionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Eurobeitritt. Ruslan Stefanov, ein unabhängiger Wirtschaftsexperte, zeigt sich optimistisch hinsichtlich eines reibungslosen Übergangs, trotz der jüngsten politischen Turbulenzen.

Allerdings ist Bulgarien das ärmste Land der EU mit einem Brutto-Durchschnittslohn von nur 1.300 Euro pro Monat. Das Justizsystem gilt als politisch beeinflusst und korruptionsanfällig, wodurch das Land als das zweitkorrupteste in der EU eingestuft wird. Während Kroatien vor drei Jahren der Eurozone beitrat, arbeiten Länder wie Polen, Tschechien, Rumänien und Ungarn noch an ihrem Währungswechsel. Der erste offizielle Geschäftstag mit dem Euro wird der 5. Januar 2026 sein.

Die Euro-Beitrittskriterien, welche Bulgarien erfüllt, beinhalten unter anderem Inflation, Staatsverschuldung, Haushaltsdefizit und die Stabilität des alten Währungskurses. Trotz der Herausforderungen und der breiten Skepsis in der Bevölkerung gibt es auch Stimmen, die langfristige Vorteile wie eine stabile Währung und Zugang zu einem großen Markt erwarten.

Die Einstieg in die Eurozone könnte eine bedeutende Wende für Bulgarien darstellen, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Der Weg dorthin war jedoch steinig und geprägt von innerpolitischen Spannungen und gesellschaftlichen Unruhen.

Für weitere Informationen zu Bulgaien und der Euro-Einführung besuchen Sie bitte Vienna.at, Tagesschau.de und Zeit.de.


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