UNO bilanziert: Klimaziele verbessert, doch die Zeit drängt!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die UNO zieht Bilanz zum Pariser Klimaabkommen: Fortschritte, Herausforderungen und dringender Handlungsbedarf vor der COP30.

Die UNO zieht Bilanz zum Pariser Klimaabkommen: Fortschritte, Herausforderungen und dringender Handlungsbedarf vor der COP30.
Die UNO zieht Bilanz zum Pariser Klimaabkommen: Fortschritte, Herausforderungen und dringender Handlungsbedarf vor der COP30.

UNO bilanziert: Klimaziele verbessert, doch die Zeit drängt!

Am 28. Oktober 2025 zieht die UNO eine ernüchternde Bilanz zum Stand der Klimapolitik zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen. UN-Klimachef Simon Stiell hat einen neuen Synthesebericht zu den national festgelegten Klimabeiträgen (NDCs) veröffentlicht, der sowohl Fortschritte als auch ernsthafte Herausforderungen aufzeigt. Während viele Staaten ihre Klimapläne verbessert und ambitionierte reduktionsziele formuliert haben, droht die Welt dennoch, das kritische 1,5-Grad-Ziel zu verfehlen.

Im Bericht wird deutlich, dass 88 Prozent der Staaten sich am „Global Stocktake“ orientieren, und 89 Prozent haben wirtschaftsweite Reduktionsziele gesetzt. Zudem integrieren 73 Prozent der Länder Strategien zur Anpassung an die Klimafolgen. Erfreulich ist der Trend, dass immer mehr Staaten auch Aspekte wie Verluste und Schäden, Geschlechtergerechtigkeit und Jugendbeteiligung in ihre Klimaschutzstrategien einbeziehen. Stiell hebt hervor, dass die Emissionskurve erstmals einen Abwärtstrend zeigt, was als positives Zeichen gewertet werden kann.

Fortschritte und Warnungen

Die umfangreiche Analyse zeigt, dass bei Umsetzung aller angekündigten Klimaziele die globalen Emissionen bis 2035 um etwa zehn Prozent sinken könnten. Stiell betont jedoch, dass Veränderungen schneller und gerechter geschehen müssen, um schwerbetroffene Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, nicht im Stich zu lassen. Diese Länder benötigen dringend Unterstützung, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist, dass Klimaschutz nicht nur als notwendige Maßnahme zur Minderung des Klimawandels betrachtet wird, sondern auch als Wachstumsmotor des 21. Jahrhunderts. Investitionen in saubere Energien könnten Millionen von Jobs schaffen und wirtschaftlichen Wert generieren. Erneuerbare Energien haben mittlerweile die Kohle weltweit überholt, was als Fortschritt in der globalen Energiewende gewertet wird.

Vorbereitung auf COP30

Vor der kommenden COP30 in Belém, Brasilien, richtet Stiell drei klare Botschaften an die Regierungen: Es ist entscheidend, die internationale Klimakooperation zu stärken, konkrete Maßnahmen statt bloßer Absichtserklärungen zu ergreifen und sicherzustellen, dass Klimaschutz das Leben der Menschen verbessert. Stiell warnt: „Die Uhr tickt, und jeder Aufschub kostet Zeit und Leben.“

Der Hintergrund für diesen Aufruf zur Dringlichkeit liegt in den Zielen des Pariser Abkommens, das am 12. Dezember 2015 verabschiedet wurde. Ziel ist es, den globalen Temperaturanstieg auf maximal 1,5 Grad Celsius zu beschränken und gleichzeitig die Klimaneutralität zu erreichen, indem nicht mehr klimaschädliche Gase ausgestoßen werden, als durch Kohlenstoffsenken entzogen werden können. Die Umsetzung der Klimaziele erfordert eine milliardenschwere Umlenkung globaler Finanzströme in nachhaltige Investitionen, um insbesondere Entwicklungsländer zu unterstützen.

Die Herausforderungen sind klar, aber die nötigen Schritte sind ebenfalls offensichtlich. Klimaschutz ist keine Wahl mehr, sondern eine Notwendigkeit für die zukünftige Gestaltung unseres Planeten.