Die globale Energiewende steht an einem entscheidenden Punkt. Ein neuer Bericht des Energieinstituts (EI), in Zusammenarbeit mit Kearney und KPMG, beleuchtet die neuesten Entwicklungen in der Energiewirtschaft. Laut der 74. Ausgabe des Statistical Review of World Energy zeigt sich, dass erneuerbare Energien schneller wachsen als je zuvor. Dennoch ist die globale Nachfrage nach Energie so stark angestiegen, dass erneuerbare Energien zunehmend den fossilen Brennstoffen beistehen, anstatt diese vollständig zu ersetzen.
Im Jahr 2025 erreichte der gesamte Energiebedarf einen neuen Rekord von 592 Exajoule (EJ), was einem Anstieg von 2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders auffällig ist das Wachstum des Strombedarfs, der um 4 % gestiegen ist und somit die Weichen für ein neues globales Energiesystem stellt. Erneuerbare Energien verbesserten ihren Beitrag zum Energiemix, jedoch bleibt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit einem Zuwachs von etwas mehr als 1 % bestehen.
Der Zuwachs erneuerbarer Energien
Ein zentraler Punkt des Berichts ist der bemerkenswerte Anstieg von Wind- und Solarenergie, die in Kombination um 16 % gewachsen sind und ihre Rolle im Energie-Mix erheblich stärken. China spielt dabei eine führende Rolle, indem es 57 % der neuen Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energien verantwortet. Alle diese Fortschritte kommen in einem Kontext, in dem die Produktion erneuerbarer Energien zur Reduzierung von CO2-Emissionen unerlässlich ist. So deckten erneuerbare Energien im Jahr 2021 laut Angaben der IEA bereits 19 % des weltweiten Endenergieverbrauchs ab, mit signifikanten Unterschieden in den einzelnen Ländern wie Schweden (58 %), Brasilien (47 %) und Kanada (24 %).
Die Solarenergie hat sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt und trägt somit erheblich zur Umsatzsteigerung im Bereich erneuerbare Energien bei. Wasserkraft blieb jedoch der dominierende Energieträger, der rund 40 % des regenerativen Energiemixes ausmacht. Details zur aktuellen Entwicklung zeigen, dass die weltweite Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2023 bei 9.029 Terawattstunden (TWh) lag, was einen Anstieg um 5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Strukturelle Herausforderungen und Zukunftsausblick
Trotz der ermutigenden Wachstumszahlen stehen die globalen Märkte vor strukturellen, wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen. Diese hindern eine koordinierte Energiewende und verlangen nach erheblichen Investitionen in erneuerbare Technologien. Somit bleibt der Zugang zu sauberer und erschwinglicher Energie ein zentrales Ziel in den Bemühungen um nachhaltige Entwicklung, das in den UN-Nachhaltigkeitszielen verankert ist.
Insgesamt zeigt der Bericht von Destatis und weiteren Experten auf, dass der Energiesektor nach wie vor für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und die Notwendigkeit für ein Umdenken in der Energieversorgung besteht. Besonders in Asien, wo 2023 fast 2.000 Gigawatt an neuen Kapazitäten installiert wurden, wird deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien kritischer denn je ist.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Entwicklungen deuten auf eine positive Tendenz hin. Mit einem kontinuierlichen Anstieg der Installationen und einer zunehmenden Zahl von Beschäftigten im Bereich erneuerbare Energien – weltweit 16,2 Millionen – besteht die Hoffnung, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern gelingen kann. Der wichtigste Energieträger bleibt jedoch Wasserkraft, gefolgt von Solar- und Windkraft, die jeweils rund 25 % des regenerativen Energiemixes ausmachen, wie in einer Analyse von Statista dargelegt wurde.