Am 26. Jänner 2026, gegen 20:20 Uhr, wurde die Feuerwehr Kiel erneut zu einem Brand in der Tiefgarage am Willy-Brand-Ufer in Kiel alarmiert. Der Einsatz wurde notwendig, da aus der Tiefgarage Rauchentwicklung festgestellt wurde. Bereits am Nachmittag gab es in der gleichen Tiefgarage einen Brand, als ein abgestellter Pkw in Flammen aufging. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurden drei Atemschutztrupps eingesetzt, die über unterschiedliche Treppenräume zur Brandbekämpfung vorgingen.
Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Ostwache, der Hauptwache und der Freiwilligen Feuerwehr Elmschenhagen in den Einsatz involviert. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten 20 Bewohner des angrenzenden Wohnhauses evakuiert werden. Diese wurden sicher in einem Bus untergebracht, während die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt war. Der gesamte Einsatz dauerte etwa zwei Stunden und umfasste auch notwendige Belüftungsmaßnahmen. Glücklicherweise gab es bei beiden Bränden keine Verletzten. Die Ursachen des Brandes sowie die Höhe des entstanden Schadens werden momentan von der Polizei ermittelt.
Vorangegangener Brand im Kindergarten
Der Vorfall in der Tiefgarage war nicht der einzige Einsatz der Feuerwehr an diesem Tag. Bereits gegen 15 Uhr wurde die Feuerwehr Kiel zu einem Brand auf dem Gelände eines Kindergartens im Rudolf-Steiner-Weg gerufen. Dort brannte ein Gartenschuppen nahezu im Vollbrand. Feuerwehrkräfte zogen zwei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung hinzu. Die Löscharbeiten wurden durch die Witterungsverhältnisse, namentlich anhaltenden Schneefall und die Dachbegrünung des Schuppens, erschwert. Nach knapp zwei Stunden konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Bei diesem Einsatz waren 25 Feuerwehrleute im Einsatz, auch hier kam es zu keinen Personenschäden.
Bedeutung der Brandstatistik
Vor dem Hintergrund dieser Einsätze erinnert die vfdb-Brandschadenstatistik an die Wichtigkeit der Brandverhütung in Deutschland. Diese Statistik, die von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) erstellt wurde, dient der Risikobewertung von Gebäudebränden. Insbesondere in Wohngebäuden entstehen aufgrund von Küchenbränden fast die Hälfte aller Brände. Die aktuelle Statistik erfasst über 5.000 Brandeinsätze und zeigt, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten, auch wenn Brände in höheren Geschossen seltener sind, sie jedoch in der Regel größere Schäden verursachen.
Die vfdb hat zudem neue Brandrisiken, wie etwa durch Elektromobilität, berücksichtigt und ruft Feuerwehren auf, an der Datenerhebung teilzunehmen. Ein moderner Erfassungsbogen wurde implementiert, um fundierte Fakten für bessere Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen.
Weitere Einzelheiten zu den Einsätzen sowie zu den grundsätzlichen Aspekten des Brandschutzes finden sich in den Berichten von Fireworld und Presseportal, sowie den umfassenden Daten der vfdb-Brandschadenstatistik.