Ein schwerer Zugunfall ereignete sich am 19. Jänner 2026 in der Nähe von Calw, Deutschland, als ein Regionalzug der Kulturbahn mit einem Felsblock kollidierte. Der Block, der etwa 6 Kubikmeter umfasste, lag auf den Gleisen, als der Zug mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern unterwegs war. Nach einer Vollbremsung kam der Zug nach etwa 600 Metern im Tunnel zum Stehen. Die alarmierte Feuerwehr rückte um 6:06 Uhr an, um sich um die Situation zu kümmern.

Die Feuerwehr Calw, unterstützt durch die Abteilungen Calw und Hirsau sowie die Führungsgruppe Stammheim/Holzbronn, setzte insgesamt 48 Einsatzkräfte und 9 Fahrzeuge ein. Einsatzleiter Marcus Frank koordinierte die Evakuierung von fünf Passagieren und dem Zugführer, die alle unverletzt blieben und mittels Leitern aus dem Zug geleitet wurden. Die Fahrgäste wurden zur nächstgelegenen Station in Teinach gebracht. Währenddessen wurde ein Verlust von etwa 50 Litern Hydrauliköl durch die Kollision verzeichnet, was zu einem Einsatz des Umweltamts führte, da sich in der Nähe von Quellfassungen für Wasser im Tunnel befand.

Umfangreiche Feuerwehrmaßnahmen

Die Feuerwehr konnte einen Großteil des Hydrauliköls in einer Wanne auffangen. Um sicherzustellen, dass der stark beschädigte Zug untersuchen werden konnte, schob die Feuerwehr ihn mit Muskelkraft vor das Tunnelportal. Der Einsatz endete nach mehreren Stunden, und die Rückkehr der Feuerwehr zur Wache erfolgte gegen 11 Uhr. Die Bahn organisierte das Abschleppen des Zugs, um die Gleise schnellstmöglich wieder frezugeben.

Dieser Vorfall ist Teil einer besorgniserregenden Entwicklung im deutschen Bahnverkehr. Am selben Tag kam es in Baden-Württemberg zu einem anderen schweren Zugunglück, das durch einen Erdrutsch verursacht wurde. Starkregen, der am Sonntagabend fiel, hatte die Böschungen in der Nähe der Gleise instabil gemacht und führte zur Entgleisung eines Regionalexpresses. Spätere Ermittlungen ergaben, dass keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vorlagen und der Wasserzulauf den Erdrutsch ausgelöst hatte. Der Regionalexpress war mit etwa 100 Menschen besetzt und entgleiste um 18:10 Uhr in der Nähe von Bechingen, wobei mindestens drei Menschen ums Leben kamen und 41 weitere verletzt wurden.

Reaktionen und Kontext

Die deutsche Bahngesellschaft Deutsche Bahn bestätigte, dass mehrere Hundert Einsatzkräfte, darunter sechs Rettungshubschrauber, zur Unterstützung vor Ort waren. Der Bahnverkehr zwischen Munderkingen und Herbertingen wurde vorübergehend ausgesetzt, während Ersatzbusse ab Montag bereitgestellt werden sollten. Richard Lutz, der CEO der Deutschen Bahn, besuchte den Unfallort am Montagmorgen und äußerte Mitgefühl für die Angehörigen der Verstorbenen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder drückten ebenfalls ihr Beileid aus und kündigten an, dass Expertenteams die Ursachen für die Unfälle untersuchen würden.

Laut der Liste von Eisenbahnunfällen in Deutschland sind solche tragischen Ereignisse in der Geschichte des deutschen Eisenbahnverkehrs nicht neu. Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung dokumentiert seit 2000 die Ergebnisse entsprechender Untersuchungen, um künftige Unfälle zu verhindern. In einem Kontext, in dem extreme Wetterereignisse wie Starkregen häufiger auftreten, wird die Sicherheitsinfrastruktur der Bahnsysteme verstärkt in den Fokus gerückt.