Am Donnerstag, dem 2. Februar 2026, kam es an einer U-Bahn-Station in Hamburg zu einem erschütternden Vorfall. Der 25-jährige Ariop A. aus dem Südsudan, ein Flüchtling, der im Rahmen eines UN-Resettlement-Programms nach Deutschland gekommen war, stieß eine 18-jährige Iranerin, Fatemah D., vor eine einfahrende U-Bahn. Dies berichtet exxpress.at. Augenzeugen berichteten, dass Ariop A. im Moment der Tat den Satz „Dich nehme ich mit“ rief.
Ariop A. lebte seit eineinhalb Jahren in Deutschland und wurde als konfliktsüchtig und unbeliebt beschrieben. In seiner Unterkunft, einer Containerunterkunft mit über 200 Bewohnern, sorgte er für regelmäßig Konflikte, insbesondere mit arabischen Mitbewohnern. Einigermaßen alarmierend waren Berichte über ein aggressives Verhalten und Alkoholmissbrauch; er soll täglich Alkohol konsumiert und sich in Frauenkleidern sexuell angeboten haben. Nahezu tägliche Polizeieinsätze waren notwendig, um die Situation zu kontrollieren, und es gab Überlegungen, ihn aus der Unterkunft auszuschließen, was er vehement ablehnte.
Ariop A.s Vorgeschichte
Ariop A. wurde im Alter von 12 Jahren aus seiner Heimat im Melut-Becken im Südsudan nach Kenia ins Flüchtlingslager Kakuma geflüchtet. Dort verlor er seine Eltern und seinen Onkel, die von islamistischen Kämpfern ermordet wurden. Dokumente zu seiner Identität fehlen weitgehend, und sein Geburtsdatum wurde auf den 1. Jänner 2001 datiert, obwohl die tatsächliche Geburt unklar ist. Er kam 2024 nach Deutschland und erhielt sofort einen dreijährigen Aufenthaltstitel, ohne dass eine klassische Asylprüfung nötig war. Dieses Verfahren kam über das Resettlement-Programm zustande, das vom UNHCR für schutzbedürftige Flüchtlinge in unsicheren Ländern eingerichtet wurde. Laut Focus Online wurde das Resettlement-Programm im März 2025 ausgesetzt, jedoch war es zwischen Jänner 2024 und Juni 2025 noch aktiv.
In diesem Zeitraum reisten insgesamt 6.912 Schutzberechtigte nach Deutschland ein. Zu den 514 Migranten aus dem Südsudan gehörte auch Ariop A., der auf seine Art eine der häufigen Geschichten von Flucht und Neuanfang verkörpert – ein gefährlicher Neuanfang in diesem Fall. Informationen des Mediendienst Integration besagen, dass seit 2015 etwa 12.000 Personen über das Resettlement-Programm nach Deutschland gekommen sind, wobei die hohe Anzahl an geflüchteten Menschen das komplexe Thema der Integration und Sicherheit in Deutschland erneut ins Licht rückt.
Ein gebrochener Neubeginn
Ariop A. hatte vor dem tödlichen Vorfall bereits strafrechtliche Delikte begangen, Details sind jedoch keine bekannt. Während seiner Zeit in Deutschland verhielt er sich zunehmend aggressiv und unberechenbar. Der Vorfall, bei dem er Fatemah D. vor die U-Bahn stieß, wurde von Augenzeugen als brutale und plötzliche Aktion beschrieben, die nicht nur das direkte Opfer, sondern auch die gesamte Gemeinschaft in Aufruhr versetzt hat.
Der tragische Vorfall stellt die Frage in den Raum, wie effektiv die Maßnahmen zur Integration und Sicherheit für Flüchtlinge in Deutschland wirklich sind. Angesichts der schweren Vorwürfe und der komplexen Vorgeschichte könnte der Fall Ariop A. möglicherweise weitreichende Folgen für die Zukunft von Resettlement-Programmen und die Unterstützung von Migranten in Deutschland haben.