Donald Trump hat mit seinem Sieg bei den US-Wahlen die politischen Wellen bis nach Hessen geschlagen! Die Meinungen über den Republikaner könnten nicht unterschiedlicher sein: Während einige ihn als Spalter sehen, erhoffen sich andere von ihm eine neue Hoffnung. Jetzt sind die hessischen Politiker gefordert, sich für ein starkes und geschlossenes Europa einzusetzen!
Bereits während der Stimmauszählungen in den USA meldeten sich die ersten deutschen Politiker zu Wort. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) war überrascht über das klare Ergebnis und forderte eindringlich die Stärkung der europäischen Souveränität. „Wir müssen in Verteidigung, Wirtschaft und Migration selbstbewusster auftreten“, erklärte Rhein während eines Besuchs in Frankreich. Ein intensiver Austausch mit den USA ist für ihn unerlässlich.
Partnerschaft mit den USA stärken
Kaweh Mansoori, Hessens Wirtschaftsminister (SPD), hob die lange und enge Verbindung zwischen Hessen und den USA hervor. Er glaubt fest daran, dass diese Partnerschaft, auch unter Trump, bestehen bleibt. „Wir müssen uns auf unsere eigenen Interessen konzentrieren“, betonte er und forderte, dass die besten Bedingungen für die Ansiedlung von Unternehmen und Technologien in Hessen geschaffen werden.
Die hessische Wirtschaft zeigt jedoch Besorgnis über mögliche Zölle, die Trump einführen könnte. Clemens Christmann von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände warnte, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen unter solchen Handelshemmnissen leiden könnten. „Wir sind stark im Außenhandel, und Zölle wären ein Rückschlag für die leistungsstarke hessische Industrie“, sagte er.
Experten wie Ulrich Kater von der Deka-Bank warnen zudem vor einem möglichen Zollkrieg, der katastrophale Folgen für alle Beteiligten haben könnte. „Es kommt darauf an, wie die Gegenreaktion aussieht“, so Kater, der die Unsicherheiten in der Handelsbeziehung zwischen Europa und den USA als alarmierend empfindet.