Am Dienstagabend, dem 3. Februar 2026, ereignete sich in Mengen, Deutschland, ein tragischer Unfall, bei dem ein 23-jähriger Autofahrer ums Leben kam. Der Fahrer überquerte um 21.30 Uhr einen beschrankten Bahnübergang in der Scheerer Straße, als er mit einer Regionalbahn kollidierte, die von Sigmaringen nach Ulm unterwegs war. Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrzeug des jungen Mannes, ein BMW, vollständig zerstört wurde. Die Zugführerin erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht, während acht weitere Passagiere unverletzt blieben.

Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und Kriseninterventionseinheiten waren schnell vor Ort, begleitet von der Bundespolizei und Notfallmanagern der Bahn. Die Zugstrecke Sigmaringen-Mengen musste für mehrere Stunden gesperrt werden, während die Verkehrspolizei Sigmaringen Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Unfallursache aufnahm. Der Sachschaden an Fahrzeugen und Bahneinrichtungen wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.Fireworld berichtet über die traurigen Details dieses Unfalls.

Unfallzahlen an Bahnübergängen

Der tödliche Vorfall in Mengen ist Teil eines besorgniserregenden Trends in Deutschland. An den 16.000 Bahnübergängen im DB-Netz kommt es immer wieder zu Unfällen mit Toten und Verletzten. Im Jahr 2025 wurde ein neuer Höchststand an Unfällen an Bahnübergängen erwartet. Bis Ende August 2025 starben bereits 36 Menschen und 188 wurden verletzt, wobei die Zahlen über dem Niveau der beiden Vorjahre liegen. Trotz eines Rückgangs der Anzahl der Bahnübergänge um etwa 20 Prozent seit 2010 stagniert die Zahl der Unfälle, wie die Tagesschau berichtet.

DB-Sprecher Achim Stauß betont, dass jeder Unfall und jedes Opfer zu viel sei. Der Abbau und die Sicherung von Bahnübergängen sind finanziell herausfordernd und die verbleibenden Übergänge sind oft schwierig zu ersetzen. Diese Bahnübergänge gelten als die unfallträchtigsten Stellen im Zugverkehr. Der Rückgang der Bahnübergänge stagniert, da die Problemstellen meist kostspielig sind und es oft an Investitionen in die Sicherheit mangelt.

Investitionen in die Sicherheit

Experten wie Eric Schöne von der TU Dresden fordern mehr Investitionen in die Sicherheit an Bahnübergängen. Über 95 Prozent der Unfälle sind auf Fehlverhalten von Straßenverkehrsteilnehmern zurückzuführen. Um den Herausforderungen zu begegnen, plädiert Schöne für zusätzliche Sicherungstechnik, wie Nachwarnsysteme, die menschliches Versagen kompensieren können.

Diese Entwicklungen und der tragische Unfall in Mengen werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit, die Sicherheit an Bahnübergängen zu verbessern. Derzeit sind die Bemühungen um eine Reduzierung der Unfallzahlen unzureichend. Fachleute sehen die Notwendigkeit, grundlegende Änderungen in der Planung und Genehmigung von Bahnübergängen vorzunehmen, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, wie auch die NDR in seiner Berichterstattung betont.