Stabile Immobilienpreise: Lichtblick oder neue Herausforderungen?
Die Stabilisierung der Immobilienpreise in Deutschland setzte sich im dritten Quartal 2024 fort, mit leichtem Anstieg bei Wohnimmobilien.

Stabile Immobilienpreise: Lichtblick oder neue Herausforderungen?
Berlin (ots)
Die Immobilienpreise in Deutschland zeigen eine bemerkenswerte Stabilisierung! Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) kletterte im dritten Quartal 2024 auf 177,3 Punkte, ein Anstieg von 1,0 % im Vergleich zum Vorquartal. Doch der Blick zurück offenbart auch Schatten: Im Vergleich zum dritten Quartal 2023 wurde dennoch ein Rückgang von -1,0 % verzeichnet. Diese Zahlen sind nicht einfach präsentierte Daten; sie stammen aus der akribischen Analyse realer Transaktionen von über 700 Kreditinstituten und bieten einen unverfälschten Blick auf den deutschen Immobilienmarkt!
Die treibende Kraft hinter diesem Aufschwung sind die Wohnimmobilienpreise, die im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 % zulegten! Besonders die Mehrfamilienhäuser legten mit +1,3 % deutlich zu, während selbst genutztes Wohneigentum nur um +0,8 % stieg. Im Kontrast dazu stehen die Gewerbeimmobilienpreise, die mit einem Rückgang von -4,7 % im Jahresvergleich deutlich unter Druck stehen. Doch auch hier gab es für das dritte Quartal einen Hoffnungsschimmer: Gegenüber dem Vorquartal stiegen die Preise für Gewerbeimmobilien um +0,7 %. Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp, warnt jedoch: „Es ist noch zu früh, um von einem nachhaltigen Aufschwung zu sprechen!“
Preisentwicklung im Detail
Die Fortschritte bei den Wohnimmobilien sind insbesondere in den Metropolen festzustellen, wo die Preise im Schnitt um +1,1 % im Vergleich zum direkten Vorquartal stiegen. In Frankfurt am Main, Düsseldorf und München waren die Preiszuwächse am stärksten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal zeigen die Zahlen jedoch unterschiedliche Ergebnisse, wobei München und Düsseldorf einen Rückgang von bis zu -1,7 % hinnehmen mussten. Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern stiegen im Quartalsvergleich um +0,7 % und sogar um +5,6 % im Jahresvergleich, ein klares Signal für den angespannten Wohnungsmarkt!
Die Situation für Gewerbeimmobilien bleibt kompliziert: Mit einem Rückgang der Preise um -4,7 % im Vorjahresvergleich bleibt die Marktaktivität verhalten, obwohl ein Anstieg um +0,7 % im Vergleich zum Vorquartal sichtbar ist. Tolckmitt stellt auch hier fest: „Die Situation auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu.“ Es bedarf dringender Maßnahmen, um den Wohnungsbau in Deutschland wieder in Gang zu bringen, bevor die Lage noch kritisch wird!