Skandal um erneuerbare Energien: Bürger zahlen Millionen an private Betreiber!
Im Fokus stehen die Millionen-Abgaben in Bosnien und Herzegowina für erneuerbare Energien und die daraus resultierenden Korruptionsvorwürfe.

Skandal um erneuerbare Energien: Bürger zahlen Millionen an private Betreiber!
Die Diskussion um die grüne Energieversorgung in Bosnien und Herzegowina nimmt an Fahrt auf. In den letzten fünf Jahren haben die Bürger in der Föderation Bosnien und Herzegowina über 33 Millionen Euro an private Stromerzeuger gezahlt, und das durch eine spezielle Abgabe für erneuerbare Energien, die als umstritten gilt. Die durchschnittliche Stromrechnung beträgt etwa 30 Euro, wovon monatlich rund 17 Cent für „grüne Energie“ verwendet werden. Diese Zahlungen fließen an den Betreiber für erneuerbare Energien (OIEiEK) und weiter an „privilegierte Erzeuger“, zu denen auch ehemalige Gesetzgeber und Minister zählen. Diese Entwicklungen werfen ein kritisches Licht auf die Machenschaften im Bereich der grünen Energieebene.
Im vergangenen Jahr haben die Verbraucher rund 3,8 Millionen Euro in diese Abgabe eingezahlt, während private Kraftwerksbetreiber in diesem Zusammenhang 6,3 Millionen Euro erhalten haben. Ein besorgniserregender Aspekt sind die Ermittlungen der Justiz, nachdem mehrere Mitarbeiter der OIEiEK Anzeige erstatteten und negative Finanzprüfungen aufgedeckt wurden. Der ehemalige Direktor Borisa Misiraca sieht sich dem Verdacht ausgesetzt, rechtswidrig zusätzliche Personen angestellt zu haben, während die Sonderabteilung für organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität und Korruption (POSKOK) nun die Ermittlungen führt.
Stromversorgung und staatliche Entschädigungen
Ein weiteres Problembereich ist die staatliche Unterstützung für nicht genutzten Ökostrom. Im Jahr 2024 hat der Staat stolze 553,94 Millionen Euro an Betreiber von Wind- und Solaranlagen als Entschädigung gezahlt, weil viele Anlagen aufgrund von Netzengpässen abgeschaltet werden mussten. Die Ausgleichszahlungen sind in den letzten Jahren zwar gesunken – 2021 lag der Betrag bei über 800 Millionen Euro – sie sind aber dennoch ein erhebliches finanzielles Problem für den Staat. Betreiber von Wind- und Solaranlagen erhalten staatlich garantierte Mindestpreise für ihren Strom, was zur Belastung der öffentlichen Kassen beiträgt.
Die Problematik wird durch die Wetterbedingungen und den Zustand des Stromnetzes verstärkt. An windstarken Tagen sind Betreiber gezwungen, ihre Anlagen abzuschalten, um eine Überlastung des Netzwerks zu verhindern. Die Gesetzgebung reagiert auf diese Herausforderungen, indem sie Anpassungen im Energiewirtschaftsrecht vorschlägt, um die Integration von erneuerbaren Energien in das Netz zu verbessern.
Entwicklungen in der Energiewende
Gesetzliche Änderungen in Deutschland zeigen, dass der Trend zu erneuerbaren Energien auch hierzulande forciert wird. Das Ziel ist es, den gesamten Strombedarf durch erneuerbare Energien und steuerbare Kraftwerke zu decken. Neue Photovoltaikanlagen sollen bei negativen Preisen keine Einspeisevergütungen mehr erhalten und dadurch ihre Stromerzeugung selbst besser vermarkten können. Es wird angestrebt, 80 Prozent erneuerbare Energien am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 zu erreichen.
Die Maßnahmen zur Förderung von Biogasanlagen und verbesserten Digitalisierung zeigen, dass der Weg zu einer nachhaltigeren Energieversorgung nicht ohne Herausforderungen ist. Dennoch bleibt der Ausbau der erneuerbaren Energien sowohl in Bosnien als auch in Deutschland wichtig, um langfristig die Energiesicherheit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die Entwicklungen in beiden Ländern geben zu denken und verdeutlichen, wie kritisch und vielschichtig die Thematik der erneuerbaren Energien ist.
Um mehr über die Herausforderungen der grünen Energiewende in Bosnien und Herzegowina zu erfahren, besuchen Sie Kosmo. Informationen zu den hohen Kosten für den ungenutzten Ökostrom in Deutschland finden Sie auf n-tv. Für einen Überblick über die politischen Maßnahmen in der deutschen Energiewende empfehlen wir Bundesregierung.