Am 10. Jänner 2026 sorgt die Schwägerin des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, Lauren Booth, mit ihren extremen Äußerungen zu dem verheerenden Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 für Aufregung. In einem Interview mit der türkischen Zeitung Yeni Safak bezeichnet Booth den Angriff, bei dem über 1.200 Menschen das Leben verloren, als einen „legendären Tag in der Geschichte der Umma“. Dieser Tag gilt als einer der gravierendsten Massenmorde an Juden seit dem Holocaust.

Booth, die 2010 zum Islam konvertierte, nutzt ihre Plattform, um zu behaupten, dass die Standhaftigkeit der Gazabewohner dazu führen werde, dass zahlreiche Menschen wieder zum Koran greifen würden. Ihrer Meinung nach wird „nur Allah“ wissen, wie viele „Millionen“ Menschen sich dem Islam zuwenden werden. Zudem beschreibt sie den 7. Oktober als historischen „Wendepunkt“ im Nahostkonflikt.

Kritik an Palästinensern

Die Worte von Booth stoßen jedoch auf ausgedehnte Kritik. Sie äußert Unmut über frühere Begegnungen mit Palästinensern, die ihren Anforderungen an einen entschlossenen Widerstand gegen Israel nicht gerecht wurden. Booth kritisiert, dass diese nicht entschlossen genug seien, Antisemitismus zu schüren oder „jüdisches Leben zu nehmen“. Ihre Äußerungen wurden von der Organisation Campaign Against Antisemitism als „krank und pervers“ verurteilt.

Der Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023, auch als „Operation al-Aqsa-Flut“ bekannt, wurde vom Palästinensischen Islamischen Dschihad aus dem Gazastreifen koordiniert und richtete sich sowohl gegen israelische Ortschaften als auch ein Musikfestival. Dabei wurden 1.219 Menschen getötet, darunter mindestens 810 Zivilisten. Dieser Tag führte zu einer massiven internationalen Reaktion und einem Anstieg antisemitischer Vorfälle in verschiedenen Ländern.

Folgen des Angriffs

Nach dem Angriff rief Israel den Kriegszustand aus und mobilisierte 300.000 Reservisten. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) begannen eine großangelegte Bodenoffensive unter dem Namen „Eiserne Schwerter“, um die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerstören. Der internationale Diskurs um den Konflikt wurde angestoßen, während die Hamas versuchte, ihre politischen Ziele zu rechtfertigen und gleichzeitig Unterstützung aus Ländern wie Katar und der Türkei zu gewinnen.

In Deutschland haben die Anschläge und der darauffolgende Krieg tiefgreifende gesellschaftliche Auswirkungen, die in der Arbeit von Ligante#7 untersucht werden. Diese Initiative analysiert Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus und befasst sich mit der Instrumentalisierung des Nahostkonflikts durch extremistische Gruppen. Die politische Diskussion in Deutschland wird zunehmend von den Ereignissen des 7. Oktober beeinflusst, was unter anderem zu einer Verschärfung antimuslimischer Ressentiments führt.

Die Weltgemeinschaft ist sich uneinig über die angemessene Reaktion auf den Konflikt, während die Debatten über die Verantwortung der israelischen Regierung und die Rolle der Geheimdienste weitergeführt werden. Die Herausforderung, konstruktive Wege im Umgang mit den tiefen Gräben im Nahostkonflikt zu finden, bleibt vor dem Hintergrund dieser tragischen Ereignisse bestehen.