Schutz für Jugendliche: Cybermobbing und digitale Risiken im Fokus!

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Johanna Jachs und Klaus Lindinger sprechen über die Risiken und Chancen sozialer Medien für Jugendliche und den Schutz im digitalen Raum.

Johanna Jachs und Klaus Lindinger sprechen über die Risiken und Chancen sozialer Medien für Jugendliche und den Schutz im digitalen Raum.
Johanna Jachs und Klaus Lindinger sprechen über die Risiken und Chancen sozialer Medien für Jugendliche und den Schutz im digitalen Raum.

Schutz für Jugendliche: Cybermobbing und digitale Risiken im Fokus!

Österreichische Politiker fordern einen besseren Schutz für Jugendliche im digitalen Raum. Die ÖVP-Familiensprecherin Johanna Jachs und der ÖVP-Jugendsprecher Klaus Lindinger betonen die sowohl positiven als auch negativen Aspekte sozialer Medien. Während diese Plattformen Chancen für junge Menschen bieten, gehen sie auch mit Risiken einher, darunter Ablenkung, Cybermobbing, Sucht und Radikalisierung. Ein Initiativbericht zum Schutz Minderjähriger im digitalen Raum wurde kürzlich im Europäischen Parlament diskutiert. Statistiken zeigen, dass 97 Prozent der Jugendlichen täglich online sind, und fast vier von fünf 13- bis 17-Jährigen regelmäßig auf ihre Smartphones schauen. Ein Viertel der Jugendlichen hat bereits ein problematisches, suchtähnliches Nutzungsverhalten entwickelt.

Die Politiker fordern dringend Maßnahmen zur Stärkung junger Menschen im Umgang mit digitalen Angeboten. Soziale Medien verstärken die psychischen Belastungen und den gesellschaftlichen Druck, dem Jugendliche ausgesetzt sind. Plattformbetreiber sollen ermutigt werden, klare Schutzmaßnahmen zu implementieren, darunter altersgerechte Inhalte, wirksame Moderation und verantwortungsvolle Algorithmen. Eine wichtige Maßnahme ist die Kompetenzvermittlung, die es jungen Menschen ermöglicht, digitale Angebote sicher zu nutzen und die zugrunde liegenden Algorithmen besser zu verstehen.

Cybermobbing als drängendes Problem

Ein zentrales Thema, das in diesem Kontext hervorgehoben wird, ist Cybermobbing. Laut der Europäischen Kommission findet Cybermobbing in sozialen Medien, Messaging-Apps, Spieleplattformen und weiteren Online-Umgebungen statt. Es wird als dringliches Sicherheitsproblem für Minderjährige in Europa angesehen. Jeder sechste Jugendliche hat bereits Cybermobbing erlebt, während jeder achte daran teilgenommen hat. Seit 2019 ist Cybermobbing der Hauptgrund für Anrufe bei den Hotlines der EU-Zentren für sichereres Internet, die 14 Prozent aller Anrufe im Jahr 2024 ausmachten. Ein Aktionsplan der Europäischen Kommission gegen Cybermobbing soll 2026 vorgestellt werden und priorisiert den Schutz vor Cybermobbing insbesondere für schutzbedürftige Gruppen.

Eine umfangreiche Studie, die Cyberlife-Studie 2024, zeigt, dass über 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland Opfer von Cybermobbing sind. Der Anstieg der Jugendlichen, die selbst Cybermobbing betreiben, ist alarmierend. Über ein Viertel der Betroffenen entwickelt Suizidgedanken, was die devastating Auswirkungen von Cybermobbing unterstreicht. Soziale Medien wie Instagram, TikTok und WhatsApp sind die zentralen Kommunikationsmittel, in denen häufige Formen des Cybermobbings auftreten, wie Gruppenangriffe und die Verbreitung privater Bilder ohne Zustimmung.

Prävention und Zusammenarbeit sind gefragt

Der Bedarf an Präventionsprogrammen in Schulen wird von 78 Prozent der Eltern gefordert. Diese Programme könnten einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Medienkompetenz und zur Aufklärung über Internetsicherheit leisten. Eine Vielzahl von Organisationen, wie Helden e.V., bietet bereits gezielte Bildungsmaßnahmen an, etwa mobile pädagogische Escape Rooms, um Kinder über Cybermobbing und Cybergrooming aufzuklären.

Die Europäische Kommission konsultiert derzeit Interessenträger, darunter auch Kinder, um eine einheitliche Definition von Cybermobbing zu erarbeiten. Geplant ist, den Aktionsplan im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenpakets zum Schutz Minderjähriger umzusetzen, welches auch die Durchsetzung des Gesetzes über digitale Dienste und der AVMD-Richtlinie umfasst. Um einen respektvollen und sicheren digitalen Raum für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten, ist eine Zusammenarbeit aller betroffenen Akteure nötig.

Das Thema Cybermobbing und der Umgang mit sozialen Medien müssen als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden, die nicht nur die Verantwortung der Plattformbetreiber, sondern auch der Familien, Schulen und der Politik umfasst. OTS berichtet, dass es dringend notwendig sei, klare Vorgaben und Standards zu entwickeln, um den digitalen Raum für die Jugend sicherer zu gestalten. Weitere Informationen zu Cybermobbing und Präventionsmaßnahmen bieten auch die EU und Helden e.V..