Am 8. Jänner 2026 ereignete sich im Schigebiet Zettersfeld in der Gemeinde Gaimberg ein schwerer Gleitschirmunfall. Um 14:25 Uhr stürzte ein 35-jähriger österreichischer Staatsbürger beim Versuch zu fliegen aus etwa zehn Metern Höhe. Der Unfall passierte wenige Sekunden nach dem Start von der Bergstation „Steinermandl“, die sich auf ungefähr 2.210 Metern über dem Meeresspiegel befindet.
Zeugen berichten, dass der Gleitschirm an der Vorderseite längsseitig einklappte, was zu dem Sturz führte. Ein Begleiter, der unmittelbar hinter dem Piloten gestartet war, konnte den Unfall beobachten und sofort Erste Hilfe leisten. Nach dem Vorfall setzte er den Notruf ab und landete in der Nähe.
Schwere Verletzungen und schnelle Hilfe
Der verunfallte Gleitschirmpilot wurde mit schweren Verletzungen per Notarzthubschrauber C7 ins Klinikum Klagenfurt transportiert. Die Situation verdeutlicht die Gefahren, die mit Gleitschirmfliegen verbunden sind. Trotz der hohen Sicherheitsstandards und der erforderlichen Ausbildung von Gleitschirmfliegern geschehen immer wieder Unfälle.
Wie ein aktueller Bericht über die Sicherheit im Gleitschirmfliegen zeigt, bleibt die Zahl tödlicher Unfälle in Deutschland trotz steigender Teilnehmerzahlen stabil. Im Jahr 2023 wurden fünf tödliche Unfälle registriert, während insgesamt knapp 400 Gleitschirmunfälle gemeldet wurden. Dies steht im Verhältnis zu der Vielzahl an Piloten, die mittlerweile bei etwa 40.000 liegt und die sich seit der Jahrtausendwende verdoppelt hat. Die Ausbildung zum Gleitschirmflieger umfasst sowohl Theorie- als auch Praxisunterricht, wobei angehende Piloten mindestens 40 Flüge absolvieren müssen, um zur Prüfung zugelassen zu werden.
Sicherheitsaspekte und Ausbildung
Trotz der Gefahren, die mit dem Gleitschirmfliegen einhergehen, betonen Experten wie der Sicherheitsexperte Karl Slezak die Bedeutung der Ausbildung und die Notwendigkeit eines sensiblen Umgangs mit den Bedingungen. Franka Adelgoß, eine 20-jährige Flugschülerin, hat in ihren Flügen die Wichtigkeit von gründlichem Training und Respekt vor den Gefahren des Sports erkannt.
Die Sicherheit beim Gleitschirmfliegen ist ein ständig diskutiertes Thema. Nach den tragischen Unfällen am Nebelhorn im Sommer 2023 stehen die Ausbildungsstandards und Wetterbedingungen im Fokus der Diskussion. Die Einsatzleiter und Experten fordern kontinuierliche Verbesserungen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen, während die Basis für die Praxis festgelegt ist: Flieger müssen Flüge sammeln, bevor sie ihre Prüfungen ablegen können.
Insgesamt bleibt das Gleitschirmfliegen eine beliebte, wenn auch risikobehaftete Sportart, die eine fundierte Ausbildung und Aufmerksamkeit gegenüber den Gefahren verlangt. Der Vorfall im Schigebiet Zettersfeld erinnert einmal mehr an die Wichtigkeit dieser Aspekte. Umso mehr gilt es, Einblicke in diese faszinierende Sportart zu gewinnen und durch verantwortungsvolles Verhalten zur Sicherheit beizutragen.