Am 18. Jänner 2026 fanden im Rahmen des Paraski-Weltcups in Saalbach beeindruckende Wettbewerbe statt. Die Athleten des österreichischen Paraski-Teams glänzten und erzielten in acht Rennen gleich acht Siege. Johannes Aigner und seine Schwester Veronika Aigner dominierten die Wettbewerbe, wobei jeder von ihnen alle vier Rennen in den Disziplinen Abfahrt und Super-G für sich entscheiden konnte. Johannes Aigner, der mit Guide Nico Haberl antritt, feierte mit diesen Erfolgen seinen 50. Sieg im Paraski-Weltcup, während Veronika Aigner ihren Erfolg mit Guide Elisabeth Aigner errang.

Aigner äußerte sich zufrieden über die Ergebnisse und die Motivation für die zukünftigen Rennen. “Es war ein großartiges Gefühl zu gewinnen”, betonte er. Veronika Aigner erkannte jedoch an, dass ihre Fahrtechnik noch nicht perfekt sei und dass es Verbesserungsbedarf gibt. Elina Stary, die mit Guide Stefan Winter antrat, konnte zudem zwei zweite Plätze im Super-G erreichen und sprach von einem hohen Spaßfaktor beim Skifahren sowie von wertvollen Erfahrungen, die sie gesammelt hat.

Erfolge und Konkurrenz

Inmitten der Erfolge der Aigner-Geschwister setzte auch der kanadische Athlet Alexis Guimond in der Männer-Standing-Kategorie ein Zeichen. Guimond gewann die zweite Runde mit einer Zeit von 54,91 Sekunden und setzte sich gegen seine Konkurrenten Arthur Bauchet aus Frankreich und Robin Cuche aus der Schweiz durch, die Silber und Bronze gewannen. Der Athlet hatte die erste Runde auf dem dritten Platz beendet, war jedoch überzeugt, dass er mit gezielten Anpassungen um den ersten Platz kämpfen könnte. Die schnelleren Schneebedingungen im zweiten Rennen forderten eine strategische Herangehensweise.

Die Wettbewerbe fanden unter optimalen Bedingungen statt, was sich in den Leistungen der Athleten widerspiegelt. Auch Cheftrainer Manfred Widauer lobte die Organisation des Events und die herausragenden Leistungen seines Teams. Die Chancen auf weitere Erfolge in den kommenden Rennen sind hoch.

Der Kontext: Para Ski Alpin

Der Paraski-Sport hat eine lange Geschichte und ist seit den Paralympischen Winterspielen 1976 in Örnsköldsvik Teil des Wettkampfprogramms. Die alpine Disziplin bietet Athleten mit verschiedenen Behinderungen, darunter Amputationen, funktionale Einschränkungen und Sehbehinderungen, die Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu sein. Bei den Paralympics treten Sportler*innen in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Super-Kombination, Slalom und Riesenslalom an.

Ein besonderes Merkmal ist der Einsatz von Guides für Athleten mit Sehbehinderungen, die durch verbale Kommandos die Orientierung auf der Piste unterstützen. Die Regeln entsprechen größtenteils den Standards der FIS, jedoch mit speziellen Anpassungen, wie zum Beispiel breiteren Abfahrtspisten. Sportler*innen werden aufgrund ihres Handicaps in verschiedene Kategorien eingeteilt, was eine faire Wettbewerbsbasis schafft.

Für weitere Informationen zum Thema Para Ski Alpin stehen die Webseiten des Deutschen Behindertensportverbandes sowie von parasport.de zur Verfügung.

Lesen Sie mehr über die aufregenden Leistungen und Entwicklungen im Para Ski Alpin auf Krone, FIS Ski und Team Deutschland Paralympics.