Leipzigs Pokalsieg überschattet von tragischem Vorfall bei Magdeburg-Fan
RB Leipzig und Bayer Leverkusen erreichen das DFB-Pokal-Viertelfinale. Tragische Nachrichten überschatten die Spiele.

Leipzigs Pokalsieg überschattet von tragischem Vorfall bei Magdeburg-Fan
Im Achtelfinale des DFB-Pokals haben sowohl RB Leipzig als auch Bayer Leverkusen triumphiert und ziehen ins Viertelfinale ein. Leipzig besiegte den 1. FC Magdeburg mit 3:1, obwohl der Verein aufgrund des plötzlichen Todes eines Fans stark betroffen war. Der Fan musste vor dem Spiel außerhalb des Stadions reanimiert werden und starb später im Krankenhaus. Diese tragische Nachricht überschattete die zweite Halbzeit des Spiels.
Leipzig trat nach einem Rückstand ins Spiel ein. Magdeburg traf in der 11. Minute durch einen Elfmeter, den Gnaka verwandelte, nachdem Klostermann ein Foul begangen hatte. Doch die Antwort von Leipzig ließ nicht lange auf sich warten. Nusa glich in der 19. Minute aus und Baumgartner brachte die Gastgeber in der 29. Minute mit 2:1 in Führung. Er legte nach und erzielte in der 54. Minute sein zweites Tor. Harder hatte die Chance, das Ergebnis auf 4:1 zu erhöhen, scheiterte jedoch am Torwart.
Emotionale Reaktionen
Der Stürmer von Magdeburg, Alexander Nollenberger, äußerte nach dem Spiel seine Betroffenheit über den Vorfall. Er bemerkte, dass die Spieler nichts von dem tragischen Ereignis wussten, obwohl einige Fans während des Spiels nicht mitmachten. „Ich dachte zunächst, das wäre ein Protest“, so Nollenberger. Der Magdeburger Torwart Dominik Reimann sprach von einer traurigen Häufung solcher Vorfälle und kündigte an, dass der Fußball in solchen Momenten in den Hintergrund tritt. Auch RB Leipzig sprach den Angehörigen des verstorbenen Fans ihr Beileid aus, während die Leipziger Fans ihren Support während des Spiels einstellten.
Der 1. FC Magdeburg drückte ebenfalls sein „tief empfundenes Beileid“ an die Familie des Fans über die sozialen Medien aus.
Leverkusen mit knappem Sieg
Bayer Leverkusen hingegen gewann gegen Borussia Dortmund mit 1:0. Maza erzielte das einzige Tor des Spiels in der 34. Minute. Dortmund hatte mehrere Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen, doch Adeyemi scheiterte in der 40. und 42. Minute. Maza wurde in der 60. Minute beim vermeintlichen 2:0 für Leverkusen wegen Abseits zurückgepfiffen. Trotz Druck auf den Ausgleich konnten die Dortmunder nicht zuschlagen. Schlotterbeck traf nur den Pfosten, und Adeyemi köpfte in der Nachspielzeit am Außennetz vorbei.
Der Sieg von Leverkusen war knapp, aber entscheidend, um ins Viertelfinale einzuziehen.
Sicherheitsfragen im deutschen Profifußball
Der plötzliche Tod des Fans wirft erneut Fragen zur Sicherheit im Fußball auf. In einer Sondersitzung der Kommission Fans und Fankulturen des DFB diskutierten der DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Geschäftsführer Marc Lenz über Sicherheitsfragen im deutschen Profifußball. Neben der Sorge um Gewalt im Fußball befürworteten die Verantwortlichen Maßnahmen zur Optimierung der Sicherheit bei Spielen, um gleichzeitig die Einsatzstunden der Polizei zu reduzieren.
Michael Gabriel von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) betonte die Notwendigkeit von Präventionsarbeit, um Vertrauen und Dialog zu stärken. Das gemeinsame Ziel von Fans, Vereinen und Verbänden sollte die Stärkung einer positiven und gewaltfreien Fankultur sein. In einem Sport, der als gesellschaftlicher Kitt wirkt, ist es unerlässlich, die positiven Elemente der Fankultur für die Demokratie zu bewahren.
In Anbetracht der Ereignisse des Spiels zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Magdeburg wird die Diskussion um Sicherheit und Notfallmaßnahmen im Fußball umso dringlicher.