
Die Krise in der Deutschen Regionalliga West spitzt sich weiter zu. Laola1 berichtet, dass der Verein Türkspor Dortmund bereits im März seine Mannschaft zurückgezogen hat. Präsident Dr. Akin Aka begründete diesen Schritt mit finanziellen und sportlichen Schwierigkeiten, um größere Schäden und eine drohende Insolvenz zu vermeiden. Mit dem Rückzug wurden alle Ergebnisse von Türkspor Dortmund gestrichen, was den Klub ans Tabellenende reihte.
In jüngster Zeit wurden auch gegen den KFC Uerdingen und den 1. FC Düren Insolvenzverfahren eröffnet. Der KFC Uerdingen, ein ehemaliger Bundesligist, der zuletzt 1996 in der Liga spielte, sieht sich durch die DFB-Vorschriften, die bei Insolvenz neun Punkte Abzug vorsehen, auf den vorletzten Rang der Tabelle zurückfallen. Der Klub muss mindestens sechs Punkte holen, um den Klassenerhalt zu sichern.
1. FC Düren ohne Mannschaft
Der 1. FC Düren steht laut n-tv völlig ohne Mannschaft da, da die Spieler der ersten Mannschaft infolge des Insolvenzverfahrens, das zu Wochenbeginn eröffnet wurde, ihre Verträge mit sofortiger Wirkung gekündigt haben. Sportdirektor Adam Matuschyk und Cheftrainer Kristopher Fetz haben diesen Schritt ebenfalls aus finanzieller Schadensbegrenzung vollzogen. Die Spieler und der Trainerstab wartet seit Januar auf Gehaltszahlungen.
Die finanziellen Schwierigkeiten sind gravierend, denn Düren benötigt bis spätestens Freitag rund 100.000 Euro, um die laufenden Kosten im April zu decken. Sollte dieser Betrag nicht bis zum 1. April eingegangen sein, droht der Spielbetrieb zu scheitern, und der Verein müsste sich möglicherweise von weiteren Spielen zurückziehen. Der 1. FC Düren belegt derzeit mit 26 Punkten den zwölften Platz, muss jedoch angesichts des Punkteabzugs um den Klassenerhalt bangen, da nur vier Punkte zwischen ihnen und den Abstiegsplätzen liegen.
Die Folgen der Kündigungen
Die Kündigungen der Spieler haben nicht nur Auswirkungen auf die Mannschaft, sondern sind auch Teil einer Strategie zur Reduzierung finanzieller Verpflichtungen. T-Online stellt fest, dass die Spieler rückwirkend Insolvenzgeld beantragen können, was eine teilweise Ausgleichszahlung für die offenen Gehälter der letzten drei Monate ermöglichen könnte. Damit verlässt insgesamt 26 Personen den Verein, was die personelle Situation erheblich belastet.
Für das nächste Spiel gegen den Wuppertaler SV wird der 1. FC Düren gezwungen sein, einen „Not-Kader“ aus der zweiten Mannschaft und U19-Spielern zu bilden. Die Düren II, die in der Landesliga Mittelrhein spielt, befindet sich im Mittelfeld der Tabelle, während die U19 den vierten Platz in der Mittelrheinliga belegt.
Die Unsicherheit über die Zukunft des Vereins bleibt hoch. Bis zur Klärung finanzieller Fragen und der Aufstellung einer spielbereiten Mannschaft könnte es für den 1. FC Düren sehr schwierig werden, die verbleibenden sechs Spiele zu bestreiten und möglicherweise sportlichen Klassenerhalt zu sichern.
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