Am 21. Jänner 2026 ereignete sich ein tragischer Verkehrsunfall in Hainholz, Hannover. Um 09:59 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen gerufen. An der Kreuzung zwischen Rehagen und Vinnhorster Weg prallten ein Hochdachkombi und ein klassischer Pkw aufeinander. Bei dem Unfall wurden fünf Personen verletzt, eine weibliche Person starb noch an der Unfallstelle.
Die Einsatzkräfte umfassten bis zu 25 Personen sowie 10 Fahrzeuge, die bis 12:20 Uhr im Einsatz waren. Der Fahrer des Hochdachkombis erhielt durch die Einsatzkräfte sowie später von einem Notfallseelsorger Unterstützung. Darüber hinaus wurden zwei Insassen des Pkws ins Krankenhaus transportiert. Ein zufällig anwesender Ersthelfer, der sich um die Verletzten kümmerte, entwickelte jedoch selbst Symptome und wurde daraufhin medizinisch untersucht, musste aber nicht ins Krankenhaus.
Wiederbelebungsversuch mit innovativem Konzept
Die Wiederbelebungsversuche wurden im Rahmen eines neuen Konzeptes durchgeführt, das von der Feuerwehr Hannover erprobt wird. Seit dem 1. September 2025 setzt die Feuerwehr auf eine High Performance Cardiopulmonary Resuscitation (HP-CPR), bei der klar definierte Abläufe und Rollen festgelegt sind. Dies soll die Überlebenschancen von Patienten bei Herz-Kreislauf-Stillständen erhöhen.
Bei Einsätzen wird zusätzlich zu Notarzt- und Rettungswagen auch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mit vier speziell ausgebildeten Feuerwehrleuten alarmiert. Diese Einsatzkräfte sind für die Durchführung der Herzdruckmassage sowie für logistische Unterstützungsmaßnahmen zuständig, wodurch Notärzte sich auf komplexere medizinische Maßnahmen konzentrieren können. Erste Studien zu diesem Konzept zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse in Bezug auf die Überlebenschancen und neuromuskuläre Erholung.
Einsatz der Feuerwehr und Ausblick auf die Technik
Die Feuerwehr Hannover übernahm auch in diesem Fall die Aufgabe, ausgetretenes Betriebsmittel an der Unfallstelle mit Bindemittel zu binden, um die Sicherheit der Umgebung zu gewährleisten. Die umfassende Schulung der Feuerwehrmitarbeiter sowie die Anwendung neuer Reanimationstechnologien sind Teil des Pilotprojekts, dessen erste Evaluation nach sechs Monaten geplant ist. Diese Entwicklungen könnten als wichtige Fortschritte in der Notfallmedizin betrachtet werden und die Wirksamkeit von Reanimationsmaßnahmen nachhaltig verbessern.
Für weitere Informationen zu Entwicklungen in der Notfallmedizin und zur HP-CPR können Interessierte hier nachlesen.