Deutschland

Krebsrisiko senken: So beeinflussen Lebensstil und Prävention unser Leben!

Eine aktuelle Studie der American Cancer Society zeigt, dass in den USA etwa 40% der Krebserkrankungen bei Erwachsenen ab 30 Jahren auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen sind. Zu diesen Risikofaktoren zählen ungesunde Lebensweisen wie Rauchen und falsche Ernährung, UV-Strahlung sowie sieben krebserregende Infektionen. Ute Mons, die Leiterin der Abteilung Primäre Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), bestätigte die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Deutschland. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant, da Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist.

Jährlich erkranken über 500.000 Menschen neu an Krebs, mehr als 220.000 sterben an der Krankheit. Die häufigsten Krebsarten bei Frauen sind Brustkrebs (31%), gefolgt von Darmkrebs (11%) und Lungenkrebs (10%). Bei Männern stehen Prostatakrebs (25%), Lungenkrebs (13%) und Darmkrebs (12%) an der Spitze. Ein Anstieg der Krebserkrankungen wird auch durch die alternde Bevölkerung begünstigt.

Krebserkrankungen und vermeidbare Risikofaktoren

Kurze Werbeeinblendung

Impfstoffe gegen Hepatitis B und HPV haben das Potenzial, Krebsfälle zu verhindern, da HPV für Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs der äußeren Genitalien, Analregion und des Mundes verantwortlich ist. Mons appelliert an die Politik, gesunde Lebensweisen durch Maßnahmen wie Alkoholsteuern, Tabaksteuererhöhungen und standardisierte Zigarettenverpackungen zu fördern, da Studien zeigen, dass solche Vorschläge das Rauchverhalten positiv beeinflussen können.

Die Resultate zur Krebsprävention wurden erstmals für Deutschland vorgestellt. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, betont, dass über ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen vermeidbar wäre. Die Schätzungen könnten sogar zu niedrig sein, da viele Risikofaktoren noch nicht ausreichend erforscht oder berücksichtigt wurden. Berücksichtigt man Früherkennungsmaßnahmen, könnte der Anteil vermeidbarer Krebserkrankungen auf mindestens 50% steigen. Es ist auch zu beachten, dass Krebsrisikofaktoren häufig mit anderen chronischen Krankheiten, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, korrelieren.

Die altersstandardisierte Krebssterblichkeit ist in den letzten zwei Jahrzehnten um fast ein Viertel gesunken, jedoch steigt die absolute Zahl der Krebstodesfälle aufgrund der höheren Lebenserwartung und älteren Bevölkerung. Tabakkonsum trägt in Deutschland zu 19% aller Krebsfälle bei, im Vergleich zu 15% in Großbritannien. Deutschland wird als Schlusslicht bei der Umsetzung wirksamer Tabakpräventionspolitik angesehen, während Übergewicht und Bewegungsmangel oft schon im Kindesalter ihren Ursprung haben. Präventive Maßnahmen sollten demnach Priorität haben, insbesondere durch gesundheitsförderliche Preispolitik und Bewegung im schulischen Umfeld.

Die Studie wurde finanziell von der Deutschen Krebshilfe gefördert, und die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht, wie fr.de und krebsinformationsdienst.de berichten.


- Übermittelt durch West-Ost-Medien

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Gesundheitskrise
Genauer Ort bekannt?
Heidelberg, Deutschland
Ursache
ungesunder Lebensstil, UV-Strahlung, Fettleibigkeit, krebserregende Infektionen
Beste Referenz
fr.de
Weitere Quellen
krebsinformationsdienst.de

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"