Hoffnung auf Frieden: Waffenruhe im Gazastreifen tritt endlich in Kraft!
Am 12.10.2025 trat eine Waffenruhe zwischen Israel und Hamas in Kraft, basierend auf einem Trump-Friedensplan.

Hoffnung auf Frieden: Waffenruhe im Gazastreifen tritt endlich in Kraft!
Am 12. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas in Kraft, die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten weckt, jedoch mit zahlreichen offenen Fragen zur Dauerhaftigkeit behaftet ist. Die Grundlage dieser Waffenruhe bildet ein noch nicht vollständig ausgehandelter 20-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump. Zentrale Punkte, die noch diskutiert werden müssen, betreffen die künftige Verwaltung des Gazastreifens sowie das Schicksal der Hamas. Letztere hat die israelische Forderung nach Entwaffnung abgelehnt. Michael Milshtein von der Universität Tel Aviv betont, dass die Hamas die wichtigste Kraft im Gazastreifen bleibt und intern keine Konkurrenz hat. Er weist zudem darauf hin, dass die Organisation im Hintergrund weiterhin Macht ausüben wird.
Die Hamas hat einem neuen Entwurf für eine Waffenruhe grundsätzlich zugestimmt. Diese Zustimmung wurde über ihren Telegram-Kanal bekannt gegeben. Der Vorschlag umfasst eine 60-tägige Feuerpause, während derer Details zu einem dauerhaften Waffenstillstand ausgehandelt werden sollen. Ein wichtiges Element des Vorschlags ist der israelische Rückzug aus dem Gazastreifen sowie ungehinderter Zugang für humanitäre Hilfe. Es gibt jedoch keine Klarheit über weitere Bedingungen oder Vorbehalte, obwohl ein namentlich nicht genannter Funktionär der Hamas um Klarstellungen bat. Israel hat den „notwendigen Bedingungen“ für die Feuerpause bereits zugestimmt. Gleichzeitig heben Experten in ihren Erklärungen hervor, dass Israel bei Anzeichen für militärische Aggressionen, auch während der Waffenruhe, militärisch darauf reagieren könnte.
Internationale Reaktionen und Friedensverhandlungen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu Feierlichkeiten anlässlich der Waffenruhe eingeladen und hat diese Einladung dankend angenommen. Merz plant, als Teil der Bemühungen um Frieden am Ägyptischen Gipfel in Sharm el-Sheikh teilzunehmen, wo mehr als 20 Staats- und Regierungschefs erwartet werden, um über die Zukunft des Gazastreifens zu diskutieren. Die versammelten Staatsoberhäupter werden auch die Strategie für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau des Gazastreifens besprechen, wobei Deutschland gemeinsam mit Ägypten eine zentrale Rolle spielen will. US-Präsident Trump ist ebenfalls anwesend und plant, die Möglichkeiten für einen stabilen Frieden zu erörtern.
Die Waffenruhe trat in Kraft, nachdem sowohl Israel als auch die Hamas einem ersten Teil des von Trump vorgelegten Friedensplans zugestimmt hatten. Innerhalb von 72 Stunden nach Inkrafttreten sollen die von der Hamas festgehaltenen Geiseln freikommen, während Israel im Gegenzug die Entlassung von beinahe 2.000 palästinensischen Häftlingen zugesagt hat. Expertenschätzungen gehen davon aus, dass es für die dauerhafte Stabilität entscheidend sein wird, wie die nächsten Schritte gestaltet werden, insbesondere im Hinblick auf die humanitäre Lage im Gazastreifen, wo die UN bereits vor einer Hungersnot warnt.
Auch wenn die jüngsten Entwicklungen einen Hoffnungsfunken für Frieden im Nahen Osten darstellen, bleibt der Ausblick auf eine dauerhafte Lösung unsicher. Der Krieg im Gazastreifen, der nach dem großangelegten Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausbrach, hat in seiner Konsequenz bis heute die Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen dramatisch verschärft.