Die Silvesternacht in Hamburg wird traditionell als arbeitsintensiver Anlass für Polizei und Feuerwehr angesehen. Für den Jahreswechsel 2025/2026 trifft die Feuerwehr Hamburg umfassende Vorkehrungen, um auf mögliche Notfälle optimal vorbereitet zu sein. Dies beinhaltet eine vollständige Besetzung aller relevanten Einsatzdienstfunktionen der Feuer- und Rettungswachen sowie der Technik- und Umweltschutzwache. Zusätzlich werden Einsatzführungsdienste und die Rettungsleitstelle rund um die Uhr einsatzbereit sein, wie Fireworld berichtet.
Ab dem 31. Dezember 2025, 19:00 Uhr, wird die Freiwillige Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet flächendeckend bereitstehen. Hierbei übernehmen zwei Freiwillige Feuerwehren die Einsatzbereitschaft von einem Standort der Berufsfeuerwehr. Zusätzlich werden zusätzliche Hilfeleistungslöschfahrzeuge und Drehleitern im Brandschutzbereich bereitgestellt. Die Rettungsdienste, die in der Silvesternacht in Doppelfunktion besetzt sind, werden ausschließlich mit Fachpersonal operieren.
Sicherheitsvorkehrungen und Verbote
In diesem Jahr werden in Hamburg spezielle Sicherheitsvorkehrungen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit getroffen. So wird am Jungfernstieg, einem der zentralsten Orte der Stadt, erstmals ein Waffenverbot eingeführt. Dies beinhaltet auch ein Böllerverbot auf dem Rathausmarkt und dem Jungfernstieg, wodurch die Mitnahme von Feuerwerkskörpern dort untersagt ist. Die Polizei wird intensive Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass diese Verbote eingehalten werden. Darüber hinaus wird der Einsatz von Drohnen zur Überwachung an der Binnenalster geplant und temporäre Videoüberwachungen am Harburger Ring installiert, so T-Online.
Die Polizei setzt auf Flexibilität bei den Einsatzkräften und erwartet hohe Besuchermengen an beliebten Orten wie der Binnenalster, Reeperbahn und Jungfernstieg. Um möglichen Ausschreitungen oder Angriffen auf Einsatzkräfte vorzubeugen, werden gezielte Sichtkontrollen durchgeführt. Laut RTL rechnen die Behörden in mehreren deutschen Großstädten mit erhöhten Risiken und steigenden Einsätzen.
Sanitätsdienste und Bevölkerungssicherheit
Zusätzlich zur Bereitstellung von Feuerwehrfahrzeugen wird für Bereiche mit hohem Personenaufkommen ein umfassender Sanitätsdienst bereitgestellt. Spezielle Sanitätsstationen werden an stark frequentierten Orten wie der Budapester Straße und am Ballindamm eingerichtet, um kleinere Verletzungen und Erkrankungen schnell behandeln zu können. Auch für die Veranstaltung „Silvester in Concert“ in der Hafencity wird ein privater Anbieter die sanitätsdienstliche Versorgung übernehmen.
Die Vorbereitungen der Feuerwehr orientieren sich an den Erfahrungen der vergangenen Jahre sowie an Einschätzungen der Polizei, um ein hohes Maß an Sicherheit für alle Hamburger Bürger zu gewährleisten. Die Feuerwehr-Gewerkschaft hat appelliert, verantwortungsvoll mit Feuerwerk umzugehen, und betont die Wichtigkeit eines sorgsamen Umgangs mit Pyrotechnik in der Silvesternacht.