Am 24. Januar 2026 hielt die Freiwillige Feuerwehr Stein im Jauntal ihre Jahreshauptversammlung ab, die von Kommando-OBI Hrowath Johann jun. eröffnet wurde. In Anwesenheit zahlreicher Mitglieder und hochrangiger Ehrengäste wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt. Wichtige Punkte auf der Agenda waren der Jahresbericht für 2025 sowie die Präsentation der Einsatz- und Übungsstatistik. So verzeichnete die Feuerwehr im vergangenen Jahr insgesamt 54 Einsätze, von denen 14 Brände und 40 technische Hilfeleistungen waren. In Summe kamen dabei 582 Einsatzstunden zusammen, ergänzt durch einen Gesamtaufwand von 4.879 Stunden, der auch Übungen, Ausbildungen und organisatorische Tätigkeiten umfasst.
Mit einem Mitgliederstand von 57 Personen, darunter 36 aktive Feuerwehrleute, 14 Altmitglieder, 4 Reservemitglieder und 3 Gastmitglieder, hat die Feuerwehr Stein einen erfreulichen Anstieg in ihrer Mitgliederstruktur zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben ist die Aufnahme von Srebotnik Magdalena als erstes aktives weibliches Mitglied. Zudem gab es Änderungen im Altmitgliedstand mit Osou Robert, Tanzer Richard und Tschische Peter.
Verbesserungen und Auszeichnungen
Die Feuerwehr stellte in ihrem Bericht auch Verbesserungen in Ausrüstung und Organisation vor. Zu den Neuerungen zählen neue Einsatzbekleidungen, Helme, Beleuchtungssysteme, Leitern sowie ein Trockentauchanzug, die die Einsatzbereitschaft erhöhen sollen. Kommandant-Stellvertreter BI Jäger Stefan berichtete von 15 Übungen, die insgesamt 462,5 Übungsstunden umfasst haben, sowie von 344 Ausbildungsstunden in Lehrgängen und Kursen.
Darüber hinaus präsentierten die Beauftragten Tätigkeiten in den Bereichen Atemschutz, Tauchdienst, Technik und Kameradschaft. Ein feierlicher Rahmen bot die Gelegenheit, langjährige Mitglieder zu ehren. Ehrengäste würdigten die bedeutende Arbeit der Feuerwehr Stein und dankten für den unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Bevölkerung. OBI Hrowath betonte die grundlegende Wichtigkeit des Zusammenhalts und der Menschen hinter der Technik für die Sicherheit der Gemeinde.
Feuerwehr im nationalen Kontext
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde auch der kontextuelle Rahmen der Feuerwehrarbeit angesprochen. Laut Statista gibt es in Deutschland rund 48.100 Feuerwehren, die sich in Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren, Jugendfeuerwehren sowie Werkfeuerwehren untergliedern. Freiwillige Feuerwehren machen den größten Anteil aus und haben über eine Million Mitglieder. Ende 2022 waren circa 114.000 aktive Mitglieder in diesen Feuerwehren verzeichnet. Die Feuerwehr rückte im Jahr 2022 zu rund 229.000 Einsätzen bei Bränden und Explosionen aus, wobei ein erheblicher Teil dieser Einsätze auch technische Hilfeleistungen und Tierrettungen umfasste.
Ein besorgniserregender Trend sind die zunehmenden Gewaltvorfälle gegen Feuerwehrleute. 2023 sind 687 Gewalttaten mit rund 1.070 Opfern erfasst worden, viele davon in Nordrhein-Westfalen und Berlin. Fast die Hälfte der aktiven Mitglieder berichtete von Beleidigungen, Bedrohungen oder tätlichen Angriffen in den letzten zwei Jahren. Dieser Fakt stellt eine wachsende Herausforderung für die Feuerwehrleute dar und unterstreicht die Bedeutung des gesellschaftlichen Rückhalts für ihre wichtige Arbeit.



