
Am Mittwoch, den 2. April 2025, ereignete sich ein schwerer Brand in der Biogasanlage an der Husumer Straße in Großenkneten, Deutschland. Der Brand trat während des Betriebs gegen 12:38 Uhr auf und breitete sich sowohl im Motorraum der Anlage als auch auf das angrenzende Gebäude aus. Eine große Rauchsäule war über der Einsatzstelle sichtbar und zog die Aufmerksamkeit der umliegenden Gemeinden auf sich. Laut Fireworld alarmierten die Einsatzkräfte aufgrund der akuten Gefährdung ihre Kollegen aus anderen Feuerwehren sowie unterstützende Einheiten.
Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Fachpersonal der Biogasanlage. Die ersteintreffenden Kräfte ergriffen sofort Maßnahmen, um ein Übergreifen des Feuers auf eine nahegelegene Biogasanlage, die nur 15 Meter entfernt war, zu verhindern. Sie begannen mit der Riegelstellung und errichteten eine „Wasserwand“, um den Funkenflug zu unterbinden. Der Inhaber der Anlage schloss währenddessen die Gas- und Energieversorgung ab, um das Risiko einer Explosion zu minimieren.
Herausforderungen bei der Brandbekämpfung
Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da mehrere Türen zum Brandort verschlossen waren. Die Feuerwehr musste Brechwerkzeuge einsetzen, um Zugang zu erhalten. Mehrere Atemschutztrupps drangen ins Gebäude ein, um die Löschmaßnahmen durchzuführen. Zur Unterstützung kam auch eine Drohne des Informations- und Kommunikationszuges der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Diese lieferte wertvolle Drohnenbilder und Wärmebildaufnahmen, die dazu beitrugen, Glutnester im Gebäude zu lokalisieren.
Um die Einsatzkräfte während des langen Einsatzes zu schützen, wurde zudem eine Hygienefläche eingerichtet, wo sich die Einsatzkräfte umziehen und waschen konnten. Laut KFV Landsberg ist es in solchen Fällen wichtig, präventive Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um im Vorfeld die Brandgefahr zu minimieren und die Einsatzkräfte effektiv zu unterstützen.
Brand unter Kontrolle
Nach etwa 45 Minuten intensiver Brandbekämpfung war das Feuer weitestgehend unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in den späten Nachmittag, was durch die Komplexität der Situation und die hohe Brandlast in der Biogasanlage bedingt war. Die Einsatzkräfte zeigten sich während des gesamten Einsatzes gut ausgebildet und koordiniert, was für die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Feuers von entscheidender Bedeutung war.
Ein umfassendes Brandschutzkonzept, wie es auch in den Merkblättern der VFDB unterstrichen wird, ist für solche Anlagen unerlässlich, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Die Ereignisse in Großenkneten verdeutlichen die Notwendigkeit für präventive Maßnahmen sowie für die Ausbildung der Einsatzkräfte im Umgang mit solchen Bränden.
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