Im Jahr 2025 hat die Energieproduktion in der EU einen historischen Wandel erlebt: Wind- und Solarenergie übertrafen erstmals die Stromeinheiten aus fossilen Brennstoffen. Nach den aktuellen Zahlen des Think-Tanks Ember, die am 22. Januar 2026 veröffentlicht wurden, entfallen 30 Prozent des EU-Strommixes auf Erneuerbare, während fossile Quellen lediglich 29 Prozent beitragen. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende und zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen, deren Anteil in den letzten fünf Jahren um 37 Prozent gesenkt werden konnte, wie [oekonews] berichtet.

Die Erneuerbaren erzielten 2025 einen Gesamanteil von 48 Prozent an der Stromproduktion, was einem Anstieg von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders prägnant ist der drastische Rückgang der Kohleverstromung, deren Anteil auf ein historisches Tief von 9,2 Prozent fiel. Gleichzeitig stieg die verzeichnete Gasverstromung um rund 8 Prozent auf 16,7 Prozent, um den Rückgang der Wasserkraft zu kompensieren. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass Länder wie Deutschland bereits über 59 Prozent ihrer Stromproduktion aus Erneuerbaren beziehen, mit Wind- und Solarenergie, die dort einen Anteil von 45 Prozent ausmachen, wie [zeit.de] anmerkt.

Der Einfluss der Solar- und Windkraft

Der bemerkenswerte Anstieg der Solarenergie, die um über 20 Prozent zulegte und nun 13 Prozent zum Strommix beiträgt, war ein Hauptfaktor für diesen Fortschritt. Diese Wachstumsrate setzt sich nun schon im vierten Jahr in Folge fort. In mehreren EU-Staaten, darunter Ungarn, Zypern, Griechenland, Spanien und die Niederlande, machen Solarenergie-Anlagen mehr als ein Fünftel des Stroms aus, während in über der Hälfte aller Mitgliedsstaaten Wind- und Solarenergie 2025 mehr Strom erzeugten als fossile Quellen, berichtet [energiezukunft].

Mit einem anhaltenden Fokus auf erneuerbare Energien präsentiert sich die EU auch als Vorreiter in der Reduktion ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Trotz des Zuwachses in der Gasverstromung ist dies vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen, die durch den Ukrainekrieg und die Abhängigkeit von LNG-Lieferanten entstehen, von großer Bedeutung. Energiewende-Experten fordern daher einen weiterführenden Ausbau der Batterietechnologie, um Preisspitzen abzufedern und den Anteil an erneuerbaren Energien weiter zu erhöhen.

Zukunftsvision und Herausforderungen

Die Entwicklungen verdeutlichen auch die Notwendigkeit eines strategischen Ausbaus der Energieinfrastruktur und einer Stärkung der Stromnetze. Der EU-Energieministerrat hat kürzlich beschlossen, bis Ende 2027 unabhängig von russischem Erdgas zu werden, was bedeuten könnte, dass Pipelines bis spätestens November 2027 geschlossen werden. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energieversorgung, um die europäischen Staaten langfristig von Energieimporten unabhängig zu machen.

Der Weg zur Energiewende ist noch lang, doch die aktuellen Zahlen zeigen, dass die EU auf dem richtigen Pfad ist. Die solar- und windbasierten Stromerzeugungskapazitäten haben eine solide Grundlage gelegt, auf der zukünftige Fortschritte in der Energiewirtschaft weitergebaut werden können, so fasst [oekonews] die Situation zusammen.