Ehemalige Pension in Oy-Mittelberg wird Asylunterkunft für 38 Geflüchtete
In Oy-Mittelberg finden bis zu 38 Geflüchtete in einer ehemaligen Pension Unterkunft, während die Gemeinde sich um ihre Integration bemüht.
Ehemalige Pension in Oy-Mittelberg wird Asylunterkunft für 38 Geflüchtete
In einem überraschenden Schritt für die Gemeinde Oy-Mittelberg zieht eine Gruppe von bis zu 38 Geflüchteten in eine leerstehende Pension mitten im Wohngebiet ein! Der Gemeinderat hat am Montagabend einstimmig grünes Licht für die Umwandlung der ehemaligen Pension in eine Asylunterkunft gegeben. Bastian Hörmann berichtet, dass zwar bereits 14 Personen dort untergebracht sind, aber noch viel mehr Platz für bedürftige Familien geschaffen wird.
Die Pension stand seit vielen Jahren ungenutzt und wird nun um eine Außentreppe als zusätzlicher Fluchtweg erweitert, um den Sicherheitsstandards gerecht zu werden. Bauamtsleiter Nico Haug erklärt, dass es sich um ein allgemeines Wohngebiet handelt, in dem solche sozialen Einrichtungen legal betrieben werden dürfen. Zudem sind genügend Stellplätze vorhanden, die voraussichtlich von Betreuern und Hausmeistern genutzt werden.
Schnelle Integration für geflüchtete Familien
Aktuell leben knapp 150 Geflüchtete in Oy-Mittelberg, was einem Anteil von etwa drei Prozent der Bevölkerung entspricht – ohne die Ukrainer mitgezählt. Bürgermeister Lucas Reisacher zeigt sich stolz, dass die Gemeinde über die gesetzlich geforderte Quote von 2,4 Prozent liegt. Gleichzeitig gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich der schulischen und kindergartentechnischen Versorgung der geflüchteten Kinder. Reisacher betont die Wichtigkeit der Integration und dankt den Ehrenamtlichen für ihr wertvolles Engagement.
Besondere Initiativen sind bereits in Planung! Gudrun Steiner von der Liste Haslach und Bernhard Schuhwerk von der CSU setzen sich dafür ein, dass das Landratsamt über die hohe Quote informiert wird. Zudem werden Spielenachmittage ins Leben gerufen, um Geflüchteten zu helfen, die deutsche Sprache spielerisch zu erlernen und sich in die Gemeinschaft zu integrieren. „Ich erlebe täglich, wie nett diese Leute sind!“ hebt Steiner hervor und hofft, dass sich weitere Helfer finden, um diesen Menschen zur Seite zu stehen.