Eckernförde setzt auf Treibseldünen: Küstenschutz der Zukunft!
In Eckernförde werden Treibseldünen aus Seegras als Küstenschutz nach der Oktoberflut 2023 wiederaufgebaut.
Eckernförde setzt auf Treibseldünen: Küstenschutz der Zukunft!
Eckernförde steht im Fokus, denn die Stadt hat eine geniale Maßnahme zum Küstenschutz ergriffen! Nach der verheerenden Oktoberflut 2023, die gewaltige Schäden an den Stranddünen hinterließ, werden jetzt innovative Treibseldünen aus angeschwemmtem Seegras und Seetang errichtet. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, so Jens Albrecht, der sich um Naturschutz und Landschaftsplanung kümmert.
Wohin mit den Unmengen an Treibsel, die das Hochwasser hinterlassen hat? Statt diese wertvollen Materialien teuer zu entsorgen, wird die Küste mit ihnen geschützt! Die Ingenieure haben entlang der Promenade praktische Gräben gefüllt und den Sand darüber geschichtet. Jetzt entsteht eine 150 Meter lange Verbundfläche, die nicht nur die Wellen abfängt, sondern auch eine neue Dünenlandschaft formt.
Ersatz für weggeschwemmte Dünen in Eckernförde
Besonders betroffen war der Bereich zwischen der DLRG-Hauptstation und dem Meerwasserwellenbad. Die Originalsandbarrieren sind fast komplett verschwunden! Nun müssen die neu geschaffenen Treibseldünen, die etwa 1,50 Meter hoch und vier Meter breit sind, durch robuste Pflanzen stabilisiert werden. Rund 4800 Jungpflanzen wie Strandhafer werden eingesetzt, um ein starkes Wurzelgeflecht zu bilden, das die Struktur der Dünen sichert. So entsteht eine beeindruckende Vordünenvegetation!
Darum ist bei den Treibseldünen ein Einzäunen erforderlich
Doch die neuen Dünen sind empfindlich! Damit sie sich zum Frühjahr hin gut entwickeln, müssen sie vor Betreten geschützt werden. Leinen und Holzpflöcke sollen die frischen Pflanzungen sichern. Sebastian Wähnert, Leiter des Außendienstes der Touristik, hat einen klaren Plan: „Die neuen Düne sind unsere erste Verteidigung gegen die Wellen und verlieren keinen Platz für Strandkörbe.“ Ein Küstenschutz, der sich sehen lassen kann – und das zu einem überschaubaren Kostenrahmen von 20.000 Euro! Pfiffig, oder? Albrecht ist zuversichtlich: „Wir werden diese nachhaltige Strategie in den kommenden Jahren weiterführen!“