Am 6. Februar 2026 um 17:53 Uhr wurden die Feuerwehren in Lohmar aufgrund eines Garagenbrandes im Ortsteil Birk alarmiert. Die Löscheinheiten Breidt und Birk machten sich umgehend auf den Weg, nachdem die Meldung durch einen B-Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Lohmar bestätigt wurde. Angesichts der Gefahr einer Ausbreitung auf angrenzende Wohngebäude wurde das Alarmstichwort erhöht, was zum Einsatz zusätzlicher Einheiten führte, darunter eine Drehleiter und eine Hygieneeinheit, um die eingesetzten Atemschutztrupps frisch einzukleiden. Insgesamt waren schätzungsweise 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr und zwei Rettungsdienstmitarbeiter vor Ort, um die Situation zu bewältigen.
Bei ihrem Eintreffen bemerkten die Einsatzkräfte dichten Rauch, der aus der Garage eines Wohnhauses drang. Es wurden drei Atemschutztrupps aktiviert, um eine effektive Brandbekämpfung durchzuführen. Ein Trupp versuchte, das Garagentor von außen zu öffnen, während ein anderer über das Wohnhaus in die Garage vordrang. Ein Rauchschutzvorhang wurde eingesetzt, um eine Ausbreitung des Rauches in die Wohnräume zu verhindern. Der dritte Trupp hatte die Aufgabe, das hölzerne Dach der Garage zu kontrollieren und sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahren bestanden.
Effiziente Brandbekämpfung und Schadenslage
Das Löschwasser wurde über drei C-Rohre zügig auf das Feuer abgegeben, und nach etwa zwei Stunden war der Brand unter Kontrolle. In der Garage brannten vor allem Motorräder; die genaue Brandursache ist jedoch noch unklar. Buchstäblich nach der Löschung folgte eine Belüftung des Bekämpfungsraums sowie eine Kontrolle der Garage und des Wohnhauses, wobei erfreulicherweise keine Personenschäden zu beklagen waren.
Als Einsatzleiter fungierte Patrick Odenthal, und die Feuerwehr nutzte verschiedene Fahrzeuge, darunter die Löschzüge Lohmar, Breidt und Birk mit einem aufwendig ausgerüsteten Löschgruppenfahrzeug und weiteren Geräten. Weitere Unterstützung erhielt die Feuerwehr durch die Polizei und den Rettungsdienst, der jedoch nicht aktiv eingreifen musste.
Brandstatistik und deren Bedeutung
Die Vorfälle wie der Garagenbrand in Lohmar sind Teil einer breiteren Initiative zur Verbesserung der Brandbekämpfung in Deutschland. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat alle Feuerwehren aufgerufen, an der Deutschen Brandstatistik mitzuwirken. Diese Statistik sammelt wichtige Daten zu Gebäudebrandeinsätzen und zielt darauf ab, die Informationsbasis für ein verbessertes Brandschutzmanagement zu erweitern. Die Datenerhebung ist ein freiwilliger Prozess, der unter einheitlichen Kriterien erfolgt und anonymisiert in einer zentralen Datenbank gespeichert wird.
- Initiale Phasen der Datenerhebung: Über 5.000 Einsätze wurden bereits in vorangegangenen Phasen erfasst.
- Ziele der Statistik: Unterstützung der Feuerwehren bei der Erkennung von Einsatzschwerpunkten und der Verbesserung des Brandschutzes in der Industrie.
- Erste Erkenntnisse: Küchenbrände sind mit 49 % der häufigsten Brandursachen in Wohngebäuden verzeichnet.
Die Erfassung der Daten erfordert lediglich wenige Minuten nach einem Einsatz und ermöglicht den beteiligten Feuerwehren den Zugang zu einer wertvollen anonymisierten Datenbank. Diese Initiative ist wesentlich für die Entwicklung fundierter Maßnahmen im Brandschutz und könnte langfristig Leben retten.