Am 6. Februar 2026, dem heutigen Tag der XXV. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo, stehen die Sportlerinnen und Sportler vor großen Herausforderungen. Während der Ski-Experte Armin Assinger das erste Damen-Training vor dem Abfahrts-Highlight beobachtet, zeigt sich die Situation auf der anspruchsvollen Piste Tofana als äußerst kritisch. Nebel und ein halber Meter Neuschnee behindern die Vorbereitungen, was zu Beschwerden über die Ausformung der Sprünge und Wellen sowie den Rutschkommandos führt. Schaufelnde Helfer und zwei Personen mit Rechen versuchen, der Situation Herr zu werden, während Renndirektor Peter Gerdol und sein Team negative Rückmeldungen erhalten.

Die ursprünglich für den 5. Februar geplante offizielle Trainingseinheit wurde aufgrund der anhaltenden Schneefälle abgesagt. Lindsey Vonn, die sich von einer gerissenen ACL im linken Knie erholt, bleibt optimistisch und betont, dass sie sich mehr auf die Geschwindigkeit des Skifahrens konzentrieren möchte, als sich Sorgen über ihre körperlichen Einschränkungen zu machen. Vonn hofft auf die üblichen kompakten und hervorragenden Schneeverhältnisse in Cortina, während die nächste Trainingseinheit für den 7. Februar, um 11:30 Uhr, angesetzt ist. Das Rennen selbst ist für den 8. Februar geplant. Laut FIS-Regeln muss vor dem Wettkampf mindestens ein Training absolviert werden, damit das Rennen stattfinden kann. Informationen darüber, dass Lindsey Vonn’s Knie stabil bleibt, geben Anlass zur Hoffnung, obwohl noch unklar ist, wie sie psychisch mit der Situation umgeht.

Sportliche Herausforderungen und Favoriten

Trotz der widrigen Wetterbedingungen und der abgeschlossenen Trainingseinheiten zeigen sich einige Athleten in guter Form. Daniel Hemetsberger, der nach einem Sturz am Vortag erneut trainierte, berichtet von guter Fitness, auch wenn sein Gesicht als „malträtiert“ beschrieben wird, was an einen Boxkampf gegen Mike Tyson erinnert. Ebenso war Franjo von Allmen nahe an einem Sturz in der „Curva Hemi“, während Vinc Kriechmayr mit hoher Konzentration auf die Abfahrt in der Stelvio und den erforderlichen technischen Fähigkeiten hofft, seine Leistung steigern zu können.

In den Köpfen der Teilnehmer spielen die Chancen auf Medaillen eine große Rolle. Die italienischen und Schweizer Skifahrer gelten als Favoriten, wobei Assinger hervorhebt, dass die Papierform nicht immer Realität wiederspiegelt. Möglicherweise könnte das Team Austria von einem positiven Effekt profitieren, wenn es in den Wettkampf geht.

Ein Blick auf die Olympischen Winterspiele

Die XXV. Olympischen Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar 2026 statt und versprechen eine hohe internationale Beteiligung, ähnlich der letzten Spiele 2022 in Beijing, an denen fast 2.900 Athleten aus 91 Ländern teilnahmen. Das Internationale Olympische Komitee hat gegenwärtig etwa 206 nationale Olympische Komitees. Im Hinblick auf die Medaillenverteilung zeichnen sich bei den vergangenen Spielen die Dominanz von Norwegen, Deutschland und den Vereinigten Staaten ab, die wertvolle Erfahrungen in das aktuelle Event mitbringen.

Traditionell gestartet wurden die Olympischen Winterspiele 1924 in Chamonix, Frankreich, mit 260 Athleten aus 16 Nationen. Der Medaillenspiegel zeigt ein schnelles und leidenschaftliches Rennen um die besten Plätze:

Land Gold Silber Bronze Gesamt
Norwegen 16 8 13 37
Deutschland 12 10 5 27
Vereinigte Staaten 9 9 7 25
China 9 4 2 15
Schweden 8 5 8 21

Die Augen sind nun auf Cortina gerichtet, wo am Wochenende das erste große Abfahrtsrennen für die Frauen bevorsteht.