Am 7. Februar 2026 kam es in der Ukraine zu einer erneuten groß angelegten Offensive der russischen Streitkräfte, die speziell auf die Energieinfrastruktur abzielte. Laut dem staatlichen Netzbetreiber Ukrenergo führte dies zu massiven Stromausfällen in vielen Teilen des Landes, wobei Hunderttausende Menschen Temperaturen von minus 20 Grad Celsius ohne Heizung und Strom ausgesetzt sind. Die Angriffe dauern an, und Reparaturarbeiten sollen gegenwärtig erst beginnen, wenn die Sicherheitslage dies zulässt. In Kiew stehen seit mehreren Tagen über 1.100 Wohnblocks ohne Heizung dar, und ein Heizkraftwerk wurde schwer beschädigt, sodass mit einer Reparaturdauer von mindestens zwei Monaten gerechnet wird.
Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal schloss sich der politischen Rhetorik an, indem er die Angriffe als „Versuch eines winterlichen Völkermords“ bezeichnete. Zeitgleich verletzten die Attacken in Kiew und anderen Städten eine Rekordanzahl an zivilen Objekten. Besonders betroffen waren mehrere Stadtteile in Kiew, Charkiw, Sumy, Dnipropetrowsk, Odessa und Winnyzja. Neun Menschen wurden durch die Angriffe verletzt, und es entstand beträchtlicher Schadensumfang an den betroffenen Infrastrukturprojekten.
Massive Angriffe und internationale Reaktionen
In der Nacht vor den jüngsten Angriffen hatten russische Streitkräfte mehr als 70 Raketen und eine beeindruckende Anzahl von 450 Kampfdrohnen auf die Ukraine abgeschossen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte traf überraschend in Kiew ein, um Gespräche mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu führen. Während diesem Besuch alarmierte ein Luftangriff in der Hauptstadt die Sicherheitskräfte, was die belastete Situation weiter verdeutlichte. Rutte und Selenskyj legten Blumen am Mahnmal für gefallene Soldaten nieder und diskutierten die Notwendigkeit eines stabilen Friedens, der jedoch harte Entscheidungen erforderlich machen könnte.
Die Gewalt ereignete sich zu einem kritischen Zeitpunkt, da eine neue Runde von Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi begann. Trotz der Berichte über Fortschritte gab es keinen signifikanten Durchbruch in den Gesprächen über ein Ende des Konflikts. Russland fordert unter anderem territoriale Gewinne und einen Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt, eine Forderung, die von der ukrainischen Seite vehement abgelehnt wird.
Die humanitäre Lage verschärft sich
Die humanitäre Krise verschärft sich mit jedem weiteren Angriff. Besondere Sorgen wurden von Offiziellen geäußert, da Hunderttausende Familien, darunter auch viele Kinder, während der kalten Wintermonate ohne Heizungen in ihren Häusern leben müssen. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mehr als 1.170 betroffene Gebäude in Kiew, während die Stadtverwaltung eine Liste von 1.126 Gebäuden veröffentlichte, die ohne Energieversorgung bleiben.
Die Situation bleibt angespannt, während die ukrainischen Streitkräfte weiterhin versuchen, ihr Land zu verteidigen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Die beschleunigte Zerstörung der Energieinfrastruktur durch die aggressiven Angriffe stellt eine ernsthafte Herausforderung dar, während die im Winter weiter fortschreitenden Verhandlungen um Frieden weiterhin in der Schwebe sind. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung aufmerksam, insbesondere in Hinblick auf mögliche humanitäre Hilfsmaßnahmen.
Für weitere Informationen lesen Sie die Berichte von Vienna.at, Tagesschau.de und ZDF.de.