In Berlin wurde eine 83-jährige Dame stark unterkühlt in ihrer Wohnung aufgefunden. Ein Angehöriger, der sie über Monate pflegte, entdeckte sie lebend, doch trotz sofortiger Reanimationsversuche während des Rettungseinsatzes verstarb die ältere Frau. Die Polizei bezeichnete den Vorfall als bedauerlich für die Angehörigen. Aktuell untersucht die Kriminalpolizei den Fall, konnte jedoch vorläufig keine Todesursache durch einen Sturz feststellen. Eine Obduktion ist bereits geplant, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären, wie exxpress.at berichtet.
Die Situation wirft ein Schlaglicht auf das Thema Hypothermie, eine gefährliche Form der Unterkühlung, die oft als Kälteschaden bezeichnet wird. Hypothermie tritt auf, wenn der Wärmeverlust des Körpers den Wärmegewinn übersteigt, was besonders ältere Menschen betrifft. Zu den Risikofaktoren gehören kalte Umgebungen, Bewegungsunfähigkeit und bestimmte Krankheiten. Symptome der Hypothermie umfassen starkes Zittern, Verwirrung sowie Bewusstseinsverlust. Bei extrem niedrigen Körpertemperaturen können die Herz- und Atemfrequenzen des Betroffenen stark verlangsamen und im schlimmsten Fall kommt es zum Koma. In den USA sterben jährlich rund 600 Menschen an unabsichtlicher Hypothermie, wie msdmanuals.com berichtet.
Symptome und Risiken der Hypothermie
Der Verlust von Körperwärme kann vielfältige Ursachen haben. Wind, das Liegen auf kalten Oberflächen oder das Eintauchen in kaltes Wasser erhöhen den Wärmeverlust erheblich. Dabei kann ein plötzliches Eintauchen in kaltes Wasser schon innerhalb von 5 bis 15 Minuten zu einer tödlichen Hypothermie führen. Erste Anzeichen sind starkes Zittern und langsame Bewegungen, die sich im weiteren Verlauf zu diffusem Denken und einer verlangsamten Reaktionszeit entwickeln können.
Bei Verdacht auf Hypothermie sollten gezielte Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden. Ist die betroffene Person ansprechbar, ist es wichtig, sie gut zuzureden und zu beobachten. Grundlegende Maßnahmen umfassen das langsame Aufwärmen und das Entfernen nasser oder kalter Kleidung. Körper sollte in warme Decken gehüllt werden, ohne jedoch äußere Wärmequellen wie Wärmflaschen oder heiße Bäder zu verwenden, da diese Herzrhythmusstörungen auslösen können. Dies sind Empfehlungen, die auch auf aok.de nachzulesen sind.
Für ältere Erwachsene ist besondere Vorsicht geboten. Sie sollten in einer warmen Umgebung (mindestens 20 °C) bleiben und mehrere Schichten Kleidung tragen. Warme Speisen und Getränke können helfen, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Alkohol sollte vermieden werden, da er den Wärmeverlust erhöht und das Urteilsvermögen beeinträchtigt. Diese einfache, präventive Herangehensweise kann insbesondere in den kälteren Jahreszeiten lebensrettend sein.