Am Samstag, dem 17. Jänner 2026, wird in Berlin der prestigeträchtige Europäische Filmpreis verliehen. Die Veranstaltung findet im Haus der Kulturen der Welt statt, wo rund 1.000 Gäste, darunter prominente Persönlichkeiten wie Juliette Binoche, die Präsidentin der Europäischen Filmakademie, erwartet werden. In diesem Jahr steht der filmische Wettbewerb ganz im Zeichen des Films „Sirât“ von Oliver Laxe, der mit insgesamt neun Nominierungen die Liste anführt.
Neben „Sirât“ sind auch der Film „Sentimental Value“ von Joachim Trier sowie „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski mit acht Nominierungen vertreten. Diese drei Filme sind in den bedeutendsten Kategorien wie „Bester europäischer Film“, „Regie“ und „Drehbuch“ nominiert. Jafar Panahi mit „It was just an Accident“ und Yorgos Lanthimos mit „Bugonia“ sind ebenfalls in diesen Kategorien zu finden. Österreichische Filme haben in diesem Jahr leider keine Chancen auf Auszeichnungen und mussten sich diesmal mit leerem Händchen präsentieren.
Nominierungen und Auszeichnungen
Die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis wurden bereits in der Vorwoche bekannt gegeben, kuriert von den 5.400 Mitgliedern der Europäischen Filmakademie. Diese Sichtung fand nach der Veröffentlichung der Shortlist am 14. Oktober statt. Um die besten Werke aus dem europäischen Kino zu würdigen, werden an diesem Abend über 20 Preise verliehen, darunter auch die Ehrenpreise für Liv Ullmann und Alice Rohrwacher.
Liv Ullmann wird für ihr Lebenswerk geehrt, während Alice Rohrwacher für ihren bemerkenswerten Einfluss auf das europäische Kino ausgezeichnet wird. Wie berichtet wurde, wird der Europäische Filmpreis als Pendant zu den US-Oscars betrachtet und wird in jährlichem Wechsel in Berlin und anderen europäischen Städten verliehen. Bei der letzten Verleihung wurde „Emilia Pérez“ von Jacques Audiard als bester europäischer Film ausgezeichnet.
Europäischer Filmpreis im Überblick
Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 von der Europäischen Filmakademie verliehen und gilt als einer der renommiertesten Filmpreise in Europa. Die Auszeichnungen erfolgen in über 20 Kategorien, darunter auch Publikumspreise. Die lange Tradition der Auszeichnungen reflektiert den Wandel und die Entwicklung des europäischen Films, der durch diese Preise eine wertvolle Sichtbarkeit erlangt.
Mit den Fortschritten in der Sichtbarkeit des europäischen Kinos, plant die EFA, die Nominierungen weiterhin auf der jährlichen Agenda zu halten und die Bedeutung des Filmpreises in der internationalen Preisverleihungssaison zu steigern. In diesem Jahr erwarten die starren und lockeren Rahmenbedingungen ein brillantes Event, bei dem die Talente des europäischen Kinos im Vordergrund stehen werden.