Nashornbaby begeistert im Zoo Schmiding – Ein neuer Hoffnungsträger!

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Im Zoo Schmiding wurde am 4.12.2025 ein lebhaftes Nashornbaby geboren, das Herzen erobert und Artenschutz fördert.

Im Zoo Schmiding wurde am 4.12.2025 ein lebhaftes Nashornbaby geboren, das Herzen erobert und Artenschutz fördert.
Im Zoo Schmiding wurde am 4.12.2025 ein lebhaftes Nashornbaby geboren, das Herzen erobert und Artenschutz fördert.

Nashornbaby begeistert im Zoo Schmiding – Ein neuer Hoffnungsträger!

Im Zoo Schmiding, im Bezirk Wels-Land, wurde ein freudiges Ereignis zelebriert: Ein Breitmaulnashorn kam zur Welt. Ein Tierpfleger entdeckte das Neugeborene am Dienstagfrüh, wobei die genaue Geburtszeit aufgrund von Videoaufzeichnungen auf 2:34 Uhr festgelegt wurde. Mit dieser Geburt ist es das sechste Nashornbaby, das im Zoo Schmiding geboren wurde.

Das junge Nashorn erwies sich als lebhaft, neugierig und aufmerksam. Es trank bereits die erste Kolostrummilch, schnupperte an seiner Umgebung und folgte seiner Mutter Renette auf wackeligen Beinen. Renette zeigte sich am ersten Tag erschöpft, schützte jedoch instinktiv ihr Jungtier, als ein Tierpfleger den Stall betrat. Die Tragzeit bei Breitmaulnashörnern beträgt bemerkenswerte 16 Monate, was die genaue Vorhersage des Geburtstermins vor Herausforderungen stellt.

Bedrohung der Art und Artenschutzmaßnahmen

Breitmaulnashörner sind in freier Wildbahn durch Wilderei und den Verlust ihrer Lebensräume stark bedroht. Zoodirektor Andreas Artmann hebt hervor, dass jede erfolgreiche Nachzucht ein wichtiger Beitrag zum internationalen Artenschutz ist. Mutter und Kind werden in den kommenden Tagen im Stall bleiben, um eine stabile Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen. Besucher haben die Möglichkeit, die ersten Schritte des Babynashorns über Livebilder auf einem Bildschirm gegenüber des Nashorn-Stalls zu verfolgen. Am kommenden Wochenende steht zudem ein „Meet the keeper“-Event an, bei dem die Nashornpfleger live von ihren Schützlingen berichten.

Parallel zu diesen erfreulichen Nachrichten gibt es alarmierende Entwicklungen in der Situation des Nördlichen Breitmaulnashorns. Im März 2018 wurde das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn, Sudan, in Kenia eingeschläfert. Derzeit leben nur noch zwei weibliche Tiere, Najin und Fatu, in der Ol Pejeta Conservancy in Kenia. Diese Tiere können aus gesundheitlichen Gründen keinen Nachwuchs selbst austragen, was die Art kurz vor dem Aussterben stehen lässt. Mit einer Lebenserwartung von 40 bis 45 Jahren ist der Zeitpunkt für eine Rettung dieser Art kritisch.

Forschung und Technologiefortschritte zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns

Um der drohenden Ausrottung entgegenzuwirken, arbeiten Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung an innovativen Reproduktionsmethoden. Das BioRescue-Konsortium verfolgt zwei Ansätze, um die Art zu retten. Einerseits wird an der künstlichen Befruchtung der Eizellen von Najin und Fatu gearbeitet, wobei gefrorenes Sperma von verstorbenen Nördlichen Breitmaulnashörnern eingesetzt wird. Zudem wird an der Herstellung von Spermien und Eizellen aus Hautzellen geforscht, um eine genetisch gesunde Population zu schaffen.

Ein weiteres Projekt findet im Tierpark Berlin statt, wo eine neue Forschungsstation errichtet wird, um ein Nashornkalb dieser bedrohten Art zu züchten. Die ersten Südlichen Breitmaulnashörner werden ab 2026 erwartet. Die Nashornanlage im Tierpark Berlin wird mit 5 Millionen Euro unterstützt und soll bis Frühjahr 2026 fertiggestellt werden.

Das bedeutende Engagement in der Zucht und Forschung für Breitmaulnashörner und insbesondere das Nördliche Breitmaulnashorn zeigt die enormen Herausforderungen, vor denen die Artenschutzgemeinschaft steht. Während der Zoo Schmiding einen Grund zur Freude feiert, stehen im Hintergrund ernsthafte und innovative Anstrengungen zur Rettung einer der letzten Vertreter ihrer Art.

Für detaillierte Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Artenschutz und zu den Forschungsprojekten besuchen Sie bitte die Webseiten Exxpress, ARD Alpha sowie Tierpark Berlin.