Achtung! Betrugsmasche in Salzburg: Hohe Summen in Gefahr!
Bei Betrugsfällen in Salzburg überweisen Opfer hohe Beträge auf falsche Konten. Tipps zur Vermeidung von Rechnungslegungsbetrug.

Achtung! Betrugsmasche in Salzburg: Hohe Summen in Gefahr!
Die Salzburger Polizei warnt vor einem besorgniserregenden Anstieg an Betrugsvorgängen, die in den letzten Tagen und Wochen vermehrt gemeldet wurden. Ein besonders auffälliger Fall betrifft eine 63-jährige Pongauerin, die Mitte September eine E-Mail-Rechnung über einen fünfstelligen Betrag für angeblich durchgeführte Elektrikerarbeiten erhielt. Ihre Bank wurde misstrauisch, als es zu einer Diskrepanz bei der angegebenen Kontoverbindung kam. Nach Rücksprache mit der Firma stellte sich heraus, dass die Bankverbindung auf der Rechnung falsch war. Aktuell ist unklar, inwieweit die Bank die Überweisung zurückhalten konnte, während die Ermittlungen weiterhin laufen. 5min.at berichtet.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich Ende September, als ein 56-jähriger Pongauer Opfer eines ähnlichen Tricks wurde. Er hatte Maschinen von einer renommierten Firma in Tirol gekauft und ebenfalls eine Rechnung per E-Mail erhalten, die er in der Folge beglich. Erst bei einem Telefonat zur Abholung der Maschinen wurde ihm klar, dass die E-Mail und die angegebene Bankverbindung gefälscht waren. Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um einen typischen „Rechnungslegungsbetrug“ handelt, bei dem Betrüger Rechnungen manipulieren, um Zahlungen auf ihre eigenen Konten zu leiten.
Empfehlungen zum Schutz vor Betrug
Um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, geben die Behörden mehrere präventive Tipps. Dazu gehört, vorsichtig mit Änderungen der Zahlungsanweisung umzugehen, da oft ein Risiko eines Totalverlustes besteht. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Mitarbeiter, die Zahlungsanweisungen tätigen, über diese Betrugsmasche informiert sind. Bei Änderungen der Zahlungsverbindung ist es ratsam, um eine Bestätigung des Lieferanten zu bitten und alternative Kommunikationskanäle zu nutzen. Zudem sollten Unternehmen ausreichend Schutz bei der Datenübertragung gewähren, insbesondere bei Rechnungen und Zahlungsdaten.
Werden neue Lieferanten in Österreich in Betracht gezogen, sollte dies ebenfalls gründlich überprüft werden, insbesondere bei ungewöhnlichen Kontoverbindungen ins Ausland. Das Einhalten eines Vier-Augen-Prinzips bei der Bezahlung von Rechnungen kann ebenfalls hilfreich sein. Die Industrie- und Handelskammer appelliert an die Sensibilisierung von Mitarbeitern und die sorgfältige Überprüfung von Rechnungs-E-Mails.
Technologische Herausforderungen und Verbesserungen
In Anbetracht der steigenden Betrugsfälle im Online-Zahlungsverkehr ist es für Finanzdienstleister unerlässlich, sich mit neuen regulatorischen Anforderungen auseinanderzusetzen. So stehen sie vor Herausforderungen, die durch die geplanten Regulierungsvorhaben der Europäischen Kommission, wie der Payment Service Directive 3 (PSD 3), verursacht werden. Diese Regelungen verlangen höhere Sicherheitsstandards im Zahlungsverkehr. PwC betont, dass Finanzdienstleister ihre Kunden regelmäßig über Betrugsformen informieren sollten und technische Sicherheitsmaßnahmen verstärken müssen.
Fortschrittliche Technologien, insbesondere Künstliche Intelligenz, werden zunehmend zur Betrugserkennung eingesetzt, während Echtzeit-Betrugserkennungssysteme entwickelt werden, um effektiver gegen Betrug im digitalen Zahlungsverkehr vorzugehen. Unternehmen sind angehalten, sich auf Schadensfälle vorzubereiten und im Bedarfsfall schnell zu reagieren, indem sie ihre Hausbank und entsprechende Institutionen wie die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) einbeziehen.