Macron und Merz warnen: USA könnten Selenskyj verraten!
Merz und Macron warnen Selenskyj vor US-Verhandlern in Kiew; diplomatische Initiativen im Ukraine-Konflikt sind entscheidend.

Macron und Merz warnen: USA könnten Selenskyj verraten!
Am Montag fand ein Gespräch zwischen mehreren europäischen Spitzenpolitikern und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj statt, das die geopolitische Lage in Europa weiter verkomplizieren könnte. All dies geschieht im Kontext eines anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Am Dienstag trafen US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zusammen, was neue Fragen über die Rolle der USA im Konflikt aufwarf, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Die Warnungen aus Europa kommen nicht von ungefähr. Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte Besorgnis, dass die USA möglicherweise bereit sein könnten, die Ukraine in Bezug auf Territorium ohne klare Sicherheitsgarantien zu verraten. Diesbezüglich appellierte der deutsche Politiker Friedrich Merz, dass Selenskyj in den kommenden Tagen äußerst vorsichtig agieren müsse, da es möglicherweise „Spielchen“ seitens der US-Verhandler gebe. Merz betonte zudem die Notwendigkeit, eingefrorene russische Vermögenswerte zu mobilisieren, um die Ukraine zu unterstützen und die transatlantische Zusammenarbeit zu stärken.
Internationale Reaktionen und Verhandlungen
Macrons Äußerungen wurden vom Élysée-Palast zurückgewiesen, der auf die Vertraulichkeit der Gespräche hinwies. Auch die deutsche Bundesregierung vermied es, auf die Berichte zu reagieren, die auf ein mögliches Eingreifen der US-Verhandler hindeuten. Ein Friedensplan, der vor kurzem von den USA veröffentlicht wurde, sorgt zusätzlich für Irritationen, da er weitgehend russische Forderungen übernommen hat. Dieser Plan sieht vor, dass die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichtet, Teile ihres Territoriums an Russland abtritt und ihre Streitkräfte reduziert, was die Lage weiter komplizieren könnte.
Es ist hierbei wichtig zu beachten, dass Selenskyj bereit ist, nach einer Waffenruhe Verhandlungen mit Russland aufzunehmen, während Putin diese Gespräche ablehnt und weiterhin Angriffe auf die Ukraine durchführt. Finnlands Präsident Alexander Stubb warnte eindringlich vor den US-Verhandlern und betonte die Notwendigkeit, die Ukraine nicht allein zu lassen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstützte diesen Aufruf und unterstrich, dass Selenskyj Schutz benötigt, um seine Position im Verhandlungstisch zu stärken.
Der Kontext des Ukraine-Konflikts
Der Ukraine-Konflikt ist seit Beginn der russischen Aggression im Februar 2022 ein zentrales Thema auf der politischen Agenda. Nach mehreren Phasen militärischer Auseinandersetzungen und gescheiterten direkten Verhandlungen über einen Waffenstillstand hat sich die diplomatische Landschaft stark verändert. Russlands Kriegsdiplomatie zielt darauf ab, den „kollektiven Westen“ zu untergraben und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, während die Ukraine ihrerseits eine Isolierung Russlands auf internationaler Ebene anstrebt.
Die Ukraine hat jedoch auch versucht, ihre Hingabe zu zeigen, indem sie internationale Vermittlungsinitiativen ins Leben gerufen hat. Dazu gehört die Präsentation einer „Friedensformel“, die unter anderem den vollständigen Rückzug russischer Truppen und die Rückkehr deportierter Personen beinhaltet. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ansätze in Anbetracht der gegenwärtigen Stimmung seitens Russlands, die keine Bereitschaft zu Kompromissen erkennen lässt, fruchtbar sein können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die multilateralen Gespräche und Verhandlungen, an denen verschiedene europäische Länder und die USA betroffen sind, weiterhin eine entscheidende Rolle spielen werden, um die eskalierenden Spannungen zu bewältigen. Der Ausgang dieser diplomatischen Bemühungen bleibt jedoch äußerst ungewiss und wird durch die anhaltende militärische Aggression Russlands weiter beeinflusst, wie die SWP Berlin analysiert hat.