Am 26. November 2025 hat die Europäische Filmakademie die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis bekannt gegeben. In der Vorwoche wurden die anfänglichen Nominierungen für die besten Film-, Regie- und Drehbuch-Kategorien vorgestellt, die nun durch weitere Nominierungen in den Bereichen Kamera, Musik und Maskenbild ergänzt wurden. Zu den herausragenden Filmen zählen „Sirât“, „Sentimental Value“ und „In die Sonne schauen“, die alle in den Hauptkategorien nominiert sind. Ein weiterer bemerkenswerter Film ist Jafar Panahis „It was just an Accident“, der ebenfalls in diesen Kategorien konkurriert. Yorgos Lanthimos‘ „Bugonia“ hat insgesamt sechs Nominierungen erhalten, während die tschechisch-deutsch-polnische Koproduktion „Franz“ mit drei Nominierungen auftrumpfen kann.
Die Nominierungen wurden von den 5.400 Mitgliedern der European Film Academy ausgewählt, die die Filme nach der Veröffentlichung der Shortlist am 14. Oktober 2023 gesichtet haben. Bei der Zeremonie wird Liv Ullmann für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, während Alice Rohrwacher für ihren Einfluss auf das europäische Kino geehrt wird.
Nominierte Filme und Kategorien
- Bester europäischer Film:
- „Sirât“
- „Sentimental Value“
- „In die Sonne schauen“
- „It was just an Accident“
- „Bugonia“
- Regie:
- Jafar Panahi
- Yorgos Lanthimos
- Die Regisseure von „Sirât“, „Sentimental Value“ und „In die Sonne schauen“
Die 36. Verleihung des Europäischen Filmpreises wird am 9. Dezember 2023 in Berlin stattfinden. Moderiert wird die Veranstaltung von Britta Steffenhagen und unter der Regie von Robert Lehniger. Während der letzten Verleihung gewann Jacques Audiards „Emilia Pérez“ die Hauptpreise.
Filmmarkt und Produktion in Europa
Die Kinoindustrie in Europa zeigt sich nach fast fünf Jahren der Pandemie stark und robust. Im Jahr 2023 konnte die Region gemeinsam mit dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) 9 Milliarden US-Dollar an Box Office-Einnahmen erzielen. Besonders Frankreich und das Vereinigte Königreich zählen zu den Top 10 der Box Office-Märkte. Die Gesamteinnahmen in Europa summierten sich auf 7,2 Milliarden Euro, ein Zeichen der Erholung, obwohl diese Zahl noch unter dem Niveau vor der Pandemie liegt.
Besonders auffällig ist, dass zahlreiche europäische Länder am Ende des Jahres 2023 von einem Anstieg der Box Office-Einnahmen im Vergleich zu 2022 berichteten. Während in Frankreich über 180 Millionen Tickets verkauft wurden, stagnieren die Einnahmen des UK-Box Office knapp unter einer Milliarde Pfund. Diese Zahlen spiegeln die Rückkehr zu einem nähreren Normalzustand in der Filmproduktion wider.
Im Jahr 2023 wurden in Frankreich 298 Filme produziert, ein Wert, der den Maßstäben der 2010er Jahre entspricht. Darüber hinaus zeigt Spanien einen Anstieg in der Filmproduktion nach einem Rückgang im Jahr 2020. Trotz dieser positiven Entwicklungen sind die Kinobesucher zögerlicher, zurück in die Kinos zu gehen, was teilweise auf den wachsenden Trend hin zu digitalen Videoangeboten zurückzuführen ist.
Die filmische Landschaft in Europa erholt sich, doch die Frage bleibt, ob Kinobesucher wieder in die Theater zurückkehren werden. Die kommenden Verleihungen und Nominierungen könnten maßgeblich beeinflussen, wie sich der Markt in den nächsten Jahren weiterentwickelt.
Kleine Zeitung berichtet, dass die Nominierungen am 26. November 2025 bekannt gegeben wurden, während Wikipedia interessante Details zur Verleihung liefert. Die umfassende Analyse zur Filmindustrie in Europa findet sich bei Statista.