Die Feuerwehraktionswoche 2025 in Bayern wurde am 21. September 2025 offiziell eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung, die vom 20. bis 28. September stattfindet, sollen die Feuerwehren für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Ziel ist es, das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr zu fördern und die vielfältige Arbeit der rund 7.700 Feuerwehren in Bayern mit etwa 330.000 aktiven Feuerwehrleuten zu präsentieren. Innenminister Joachim Herrmann und Johann Eitzenberger, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbands Bayern, gaben den Startschuss der Aktionswoche bei der 32. Landesverbandsversammlung in Essenbach, Landkreis Landshut. Fireworld berichtet über die zahlreichen Veranstaltungen, unter denen sich Schauübungen, Fahrzeugschauen und Mitmachaktionen befinden.
Im Fokus der Kampagne „Viele Gesichter. Eine Heimat.“ steht, dass jeder bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen und dazugehören kann. Diese Initiative zeigt die Geschichten von Feuerwehrleuten aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns in Video-Clips. Johann Eitzenberger stellte klar, dass die bayerischen Feuerwehren derzeit keine akut vorhandenen Nachwuchssorgen haben, betonte jedoch, dass das Engagement jederzeit willkommen ist.
Feuerwehr und Gemeinschaft
Die Bedeutung der Feuerwehren wird während der Aktionswoche auch durch die Lange Nacht der Feuerwehr am 27. September 2025 unterstrichen. Dabei präsentieren sich zahlreiche Feuerwehren und bieten den Besuchern ein umfangreiches Rahmenprogramm, das Vorführungen, Ausstellungen, Führungen und kulinarische Highlights umfasst. Das Ministerium für Inneres hebt hervor, dass Feuerwehren nicht nur zur Sicherheit der Bürger beitragen, sondern auch den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken.
Während der Versammlung in Essenbach hob Innenminister Herrmann die Rolle der Feuerwehren für den Bevölkerungsschutz hervor. Er gab bekannt, dass der Landesfeuerwehrverband Bayern im Jahr 2025 eine Gesamtförderung von etwa 1,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern erhalten wird. Diese Mittel sind Teil einer größeren Förderung, bei der im Haushaltsjahr 2024 über 45 Millionen Euro für Feuerwehrfahrzeuge, -geräte und den Bau von Feuerwehrhäusern ausgezahlt wurden. Die Novelle des Bayerischen Feuerwehrgesetzes, die am 16. Juli 2025 in Kraft trat, hebt die Altersgrenze für Feuerwehrdienstleistende auf 67 Jahre an und berücksichtigt zudem die Entschädigung für Ausbilder zur Stärkung der Ausbildung vor Ort.
Engagement im Bevölkerungsschutz
Das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute ist ein zentraler Bestandteil des Katastrophenschutzes in Bayern. Laut Ministerium für Inneres sind die Aufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte vielfältig und umfassen unter anderem auch Rettungseinheiten in Naturkatastrophen oder technischen Unglücken. Die ehrenamtlichen Helfer arbeiten oft unter extremen Bedingungen, um Leben zu retten und Hilfe zu leisten. Der Minister wies auf die Notwendigkeit hin, sich auf mögliche Naturkatastrophen vorzubereiten und kündigte zukünftige Pläne zur Einrichtung überörtlicher Katastrophenschutzlager an.
Insgesamt zeigt die Feuerwehraktionswoche 2025, wie vielfältig und integrativ die Arbeit der Feuerwehren in Bayern ist. Menschen sollen eingeladen werden, sich zu informieren und möglicherweise selbst Teil dieser wichtigen Gemeinschaft zu werden.